Mensch und Natur: Warum Wissenschaft älter als Religion ist

Ein lyrischer Auftakt

Diesen philosophischen Beitrag möchte ich zur Abwechslung mit ein paar gereimten Zeilen aus meiner bescheidenen Feder eröffnen. Es handelt sich dabei viel eher um Stehgreifdichterei als um tiefgreifende Lyrik und doch passt es gut, um in das eine große Thema einzustimmen:

Mensch und Natur

Die Armen bangten,
Während die Klugen sich um die Wahrheit rankten.
Die Weisen jedoch hielten sich raus,
Zwangen weder Ersteren noch Zweiteren,
Noch jedwedem Weiteren,
Ihre Einsicht auf.

Denn in „Einsicht“ steckt „Eins“,
Und genau so scheint’s:
Nur aus dessen Einzelsicht
Nur dessen Wahrheit passt, jede andere nicht!
Die Weisen suchen Gleichgewicht,
In jeder Individuum Sicht.
Doch Lichtblicke geschehen von Zeit zu Zeit,
die ganze Wahrheit stets jedoch verborgen bleibt.

Alles wird, ist und bleibt Teil
Der Natur großes Spiel.
Manch einer treibt einen Keil,
Was manch anderem missfiel.
Der andere reicht anderen die Hand,
Was der eine für äußerst gefährlich befand

So ist der Mensch!

Er rennt und rennt,
Obwohl er weder Weg, noch Ziel, noch Zweck erkennt.
Doch stehenbleiben kann er nicht – sehen wir der Wahrheit ins Gesicht:
Veränderung ist der Natur auferlegte Pflicht.

Und so gibt es keine Flucht und kein Entrinnen,
Denn jeder Er und alle -innen
Nicht können oder sollen doch müssen vergeh’n!
Der Wandel allein ist, was bleibt besteh’n!
Der Mensch ist lediglich Glied
In der Kette Schicksal, die Natur der Schmied.

Dennoch hat dein Handeln Konsequenz!
Es kommt drauf an, ob du Relevanz und Platz erkennst
Und welche Verantwortung Menschsein ist!
Lies diese Zeilen wieder und wieder,
Auf dass du sie nimmer vergisst:
Nur Handlungen spiegeln Haltungen wider!

Die Illusion der Dualität

In den oben stehenden gereimten Zeilen fließen die Themen „Wissenschaft“, „Religion“, „Philosophie“, „Politik“ und „Zeit“ im großen Schmelztiegel des Rahmenthemas „Mensch und Natur“ ineinander – es rührt also an alle Themen, die im Zuge dieses Beitrags erneut vereint werden. Konkret möchte ich zunächst auf die Verse „Alles wird, ist und bleibt Teil / Der Natur großes Spiel“ und „Der Mensch ist lediglich Glied / In der Kette Schicksal, die Natur der Schmied“ hinweisen, die deutlich betonen, dass sich „Alles“ innerhalb der Natur abspielt. Ganz nach Goethe ist der Mensch von der Natur „umgeben und umschlungen – unvermögend aus ihr herauszutreten, und unvermögend tiefer in sie hineinzukommen“ (Quelle). Das Schriftstück, aus dem dieser Satz stammt, wird allerdings nur irrtümlicherweise Goethe zugeschrieben, da es als gesichert anzunehmen ist, dass Christian Tobler im Geiste Goethes diesem das Schriftstück vorlegte, bevor es veröffentlicht wurde. Goethe war also Inspirationsquelle und Redakteur dieses Stücks des eher unbekannten Autors Tobler.

Viel wichtiger ist jedoch die Aussage: der Mensch ist inhärenter Teil der Natur! Der Titel dieses Beitrags und des einleitendenden Gedichts ist also eher eine ironische Anspielung auf die im Alltag so oft gebrauchte Wendung „Der Mensch und die Natur“, als sei der Mensch der Natur gegenübergestellt. Als sei „die Natur“ eine dem Menschen entgegen gerichtete Kraft, die ihn immer wieder aufs Neue bedroht. Und in der Tat – so wird es im Zeitgeist der Gegenwart gerne auch aufgefasst. Zur Verdeutlichung möchte ich diese Idee in einer sehr einfachen Graphik veranschaulichen:

Graphik 1: Der Mensch als Betrachter der „Natur“

Der Mensch ist hier als Fünfeck dargestellt, dessen Spitze in Richtung „Natur“ zeigt, weil der Mensch eine Blickrichtung, eine Perspektive zur Natur einnimmt. Die „Natur“ ist aufgrund ihrer „blicklosen“ und perfekten Universalität als Sechseck dargestellt. Getrennt werden beide nur durch eine gestrichelte Linie, weil es sich dabei nur um eine „gedachte“ Trennung handelt und nicht um eine solide Mauer. So falsch diese Annahme meiner Ansicht nach auch ist, umso emsiger scheint der Mensch sich in diese Illusion der Dualität hineinzusteigern. Damit ist also die vermeintliche „Ent-zweiung“, also der zum Scheitern verdammte Versuch des Menschen, sich von „der Natur“ abzuspalten, gemeint. Natürlich konnten Goethe, Tobler und viele andere feingeistige Menschen ihrer Zeit nicht ahnen, wie sehr sich der Mensch noch in diese Illusion hineinsteigern würde, dennoch haben sie mit dem „Fragment über die Natur“ vor über 200 Jahren bereits festgeschrieben, dass diese Dualität nicht existiert. Wie kann diese Illusion aber entstehen?

Alles begann meiner Meinung nach mit dem „Denken“ bzw. dem „freien Willen“, der des Menschen größte Kraft, aber auch dessen größte Bürde ist. Die Bibel hat dies im Symbol des Apfels vom Baum der Erkenntnis verbildlicht. Nachdem also Eva und Adam die Fähigkeit zum „Denken“, zur „Erkenntnis“ erlangt hatten, geschah die Trennung zwischen Gott und den „Urmenschen“ – sie wurden von Gottes Seite aus dem Garten Eden verwiesen. Man könnte dies auch so deuten, dass mit der „Erkenntnis“ die Trennung zwischen Mensch und Natur (vermeintlich) vollzogen wurde. Diese Trennung ist aber auch nach der Bibel nur Illusion, weil bei 1. Kor 15, Vers 28 auch steht: „Gott sei alles in allem“. So erzählt die Bibel im großen und ganzen meiner Deutung nach die leidvolle Geschichte der Menschheit, wie das „Denken“ sie von „Gott“ also von „der Natur“ zunächst trennte und durch die „Apokalypse“ – was nichts anderes heißt wie „Enthüllung“ oder „Offenbarung“ – wieder geeint wird. Die Bibel, wie wir sie kennen, schließt mit der „Johannes Offenbarung“, die in drastischen Bildern die Verschmelzung von Erde (Materie) und Himmel (Geist) schildert. Der Buddhismus spricht ebenfalls von „Schleiern der Erkenntnis“, die wir ablegen, „enthüllen“, müssen, um unser wahres Selbst, „die Natur des eigenen Geistes“, zu „offenbaren“. Es gilt also Folgendes zu erkennen:

Graphik 2: Das „tatsächliche“ Verhältnis

Graphik 2 ist eine Erweiterung der Graphik 1 und zeigt vereinfacht, wie der Mensch zwar auf etwas Zweites blicken kann, dieses Zweite aber nicht „die Natur“ sondern lediglich ein Phänomen im Kant’schen Sinne ist, welches wie der Mensch selbst von der tatsächlichen Natur umschlossen wird. Wir sprechen manchmal auch von „Naturphänomenen“, wenn wir beispielsweise über die Polarlichter, über Wirbelstürme oder über Regenbögen nachdenken. Es sind Erscheinungen („Phänomena“), hinter denen Prozesse stecken, die wir nicht „sehen“ wohl aber verstehen können („Noumena“). Über dieses Verhältnis habe ich an andere Stelle schon gesprochen (Quelle). Wir nehmen also beispielsweise bei naturwissenschaftlichen Betrachtungen ein isoliertes Phänomen als Stellvertreter der Natur und leiten daraus Gesetzmäßigkeiten für das große Ganze, für die Natur selbst, ab. Dies ist interessant und erkenntnisfördernd. Niemals aber können wir die Natur in ihrer Gesamtheit sehen, selbst wenn wir uns aus dieser Betrachtung herauszunehmen versuchen. Da ist nicht möglich – Stichwort „Objektivität“. Alle Betrachtungen und Untersuchungen geschehen innerhalb des Rahmens der Natur, weshalb dies der letzte Tellerrand ist, über welchen wir niemals hinausschauen werden können, egal wie viele noch so kleine „Phänomene“ wir auch untersuchen:

Graphik 3: Die Suche nach dem „innersten“ Phänomen

Was „Religion“ wirklich bedeutet

Begreifen wir den Begriff „Religion“ wörtlich, so stammt die Wurzel vom lateinischen „ligo“, was so viel wie „(zusammen)binden“, „anbinden“ oder „verbinden“ bedeutet. Die Vorsilbe „re-“ bedeutet stets, dass etwas „wieder“ oder „erneut“ geschieht. Ver-binden wir die beiden Wortteile, so entsteht das lateinische „religo“, was mit „wieder/erneut anbinden“ übersetzt werden kann (Quelle). Gleichzeitig gibt es das lateinische „religio“, was so viel wie „Bedenken“ oder „Gewissen(haftigkeit)“ bedeutet (Quelle). Ob diese beiden Begriffe auf eine einzige Wurzel zurückgehen oder ob beide zugleich die Wurzeln des im modernen Sprachgebrauch nun bestehende Wort „Religion“ sind, ist unerheblich. Beide Bedeutungen passen sehr gut auf die Interpretation, die ich hier erläutern möchte.

Ich habe oben die für die abendländische Geistesgeschichte zentrale Bibel als Beispiel dafür genommen, wie aus dem ursprünglich in Einheit mit „Gott“ / der „Natur“ lebenden Menschen durch die „Erkenntnis“ / das „Denken“ die Idee der Dualität entstanden ist. Wenn wir ohne jegliches religiöses Vokabular auskommen möchten, reicht es uns, wenn wir sagen: Der Mensch hat sich genau dann vom Rest der Tierwelt abzuheben begonnen, als er sich selbst die ersten Fragen gestellt hat. Was diese Fragen genau waren, ist natürlich reine Spekulation. Aber können wir nicht im Wachstumsprozess eines Kleinkindes eine Ahnung davon bekommen, wie der Mensch begann, sich die Welt zu erklären? Es muss jedenfalls irgendwann der Zeitpunkt gekommen sein, als der Mensch sich selbst als denkend wahrgenommen hat. Ähnlich, wie es in Filmen bei Situationen des Gedächtnisverlustes oft dargestellt wird, scheinen die ersten instinktiven Fragen zu sein: Wer oder Was bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Über diese großen Fragen habe ich bereits einen langen Dreiteiler verfasst (Quelle).

Diese Urfragen sind bis heute die großen Fragen der Philosophie. Aus der Philosophie entstammen wiederum die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen. Also könnte man in diesen ersten naiven Fragen den Ursprung der Wissenschaften sehen. Diese Ursprünge sind weit älter als jedweder Fund, der auf eine irgendwie konkret gestaltete „Religion“ hindeutet. Darum behaupte ich: Die Wissenschaft ist in ihren Wurzeln weit älter als es die Religionen sind. Es gibt Meinungen, die die Religion lediglich als Herrschaftsinstrument bezeichnen, um große Menschengruppen in eine Gesellschaftsordnungen zu bringen. So wie das „Göttliche“ stets über dem Menschen steht, muss es innerhalb der Gesellschaft eben Persönlichkeiten geben, die „dem Göttlichen“ näher stehen als andere Teilnehmer der Gesellschaft.

Diese „Gottesnähe“ erzeugt automatisch eine hierarchische Struktur, da Menschen, die dem Göttlichen näher stehen, auch einen Wissensvorsprung haben. „Wissen ist Macht“, lautet nicht umsonst das verkürzte geflügelte Wort des Begründers der Empiristik Francis Bacon, der im Originallaut viel eher „Denn auch die Wissenschaft selbst ist Macht“ geschrieben haben soll (Quelle). Bacon war also einer der Vorreiter, die das Zeitalter der exakten Wissenschaften einläutete, die der vormals eher geistlich ausgerichteten Gelehrtheit (Scholastik) einen Gegenentwurf lieferte. Darum ist es durchaus nicht falsch, wenn Religionskritiker Religionen selbst als Machtmittel bezeichnen. Sie eignen sich natürlich sehr gut, um Menschen durch Wissen, was tatsächlich oder vermeintlich von einer höheren Instanz kommt, gegenüber anderen Menschen zu erhöhen. Anders als die exakten Wissenschaften bedarf es darüber hinaus noch nicht einmal eines konkreten Beweises, weshalb das Wort „Glaube“ in diesem Kontext so entscheidend ist.

Kreis aus religiösen Symbolen

Die Zyklizität der Menschheitsgeschichte

Betrachten wir also die gesamte bekannte Menschheitsgeschichte, so kann zumindest für Eurasien ein Wechselspiel zwischen Wissenschaft, Religion und der Renaissance der Wissenschaften beobachtet werden. Ich persönlich würde sogar soweit gehen, für das fortgeschrittene 20. und spätestens mit dem Anbruch des 21. Jahrhunderts einen Niedergang der Wissenschaften und ein Wiederaufleben religiöser Kräfte zu diagnostizieren. Diese Pendelbewegung hat zyklische Struktur und mag vielleicht sogar noch viel weiter zurückreichen, als wir es uns von Schulwissenschaft erzählt wird. Religionskritiker sind meist auch Materialisten, die die Wissenschaften einen fast schon religiösen Stellenwert einräumen. Dazwischen gibt es die „einfachen Menschen“ und diejenigen, die ihre ganz eigene Form der Spiritualität leben. Spirituell zu sein heißt nicht, einer konkreten Religion anzugehören. Religion ist „Glaube im sozio-kulturhistorischen Kontext“ und beinhaltet meist konkrete Handlungsanweisungen und das Bestehen bestimmter Institutionen (Kirchen, Gemeinden, Sekten).

Spirituell zu sein heißt meines Erachtens lediglich, dass man an eine Form der Verbundenheit glaubt, die über die sinnlich wahrnehmbare Ebene hinausgeht. Diese Idee kann dann in verschiedene Worthülsen verpackt und sehr unterschiedlich ausgelebt werden.

Meiner Betrachtung nach befinden wir uns schon mittendrin in der Übergangszeit von einer wirklich wissenschaftlich-rationalen Ära in eine religiöse Phase der Geschichte. Die Begrifflichkeiten haben sich nur gewandelt beziehungsweise die Bedeutungen der Begriffe selbst. Das 20. Jahrhundert war beispielsweise von den Weltkriegen und dem Kalten Krieg geprägt, in denen sich verschiedene Ideologien, die nichts anderes als modern daherkommende religiöse Ideen sind, gegenüberstanden. Wo aber vor dem Entstehen der Moderne noch „einfache“ Gottesnarrative ausreichten, so hat sich beispielsweise der Nationalismus Hitlers sehr stark der modernen Wissenschaften bedient und unmittelbar aus ihr die Notwendigkeiten des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts abgeleitet.

„Corona“: Wenn Wissenschaft zur Religion wird

Eine weiteres, sehr junges Beispiel erlebten und erleben wir mit dem Beginn der Corona-Pandemie. Was sich für einige von uns wie ein Schreckgespenst vergangener Tage anhört, ist aber für andere nach wie vor Realität, zumal im Öffentlichen Verkehr in Deutschland immer noch eine Maskenpflicht herrscht, während im deutschsprachigen Ausland diese längst abgeschafft ist. Ich möchte dabei nur an die zahlreichen Maßnahmen erinnern, die uns als einziger Ausweg aus der Pandemie verkauft wurden. Damals habe ich einige Beiträge veröffentlicht, in denen ich mir ein paar Dinge genau angesehen habe. Zentral ist vor allem die Frage nach der Wirksamkeit der Maßnahmen. Zudem habe ich versucht, einen Einblick in die Welt der Wissenschaft zu geben. Stets wurde von der Kanzel gepredigt, „der Wissenschaft zu vertrauen“, in deren Namen man all die krassen Einschränkungen und Maßnahmen einführte. Daneben gab es von Anfang an Stimmen, die darauf pochten, mit wissenschaftlichen Maßstäben die veranlassten Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Dafür erfolgte beispielsweise gegen Wolfgang Wodarg eine moderne Hexenjagd.

Erst nach über zwei Jahren und mit einigen Monaten Verzögerungen erfolgte am 30. Juni 2022 der vom Bundesverfassungsgericht bereits für den November 2021 gesetzlich geforderte wissenschaftliche „Evaluationsbericht“ eines Sachverständigenrates. Dieser solle endlich die Frage beantworten, ob die von der Politik gefahrene Maßnahmenstrategie einen nennenswerten Erfolg hatte oder nicht. Hier findet ihr den vollständigen Bericht. Darin steht auf Seite 8 einleitend Folgendes:

„Die Erfüllung des Auftrags und Anspruchs durch die Evaluationskommission wurde erheblich dadurch erschwert, dass sie zur Bewertung der auf das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gestützten Maßnahmen erst im Nachhinein aufgefordert wurde. Ferner fehlte eine ausreichende und stringente begleitende Datenerhebung, die notwendig gewesen wäre, um die Evaluierung einzelner Maßnahmen oder Maßnahmenpakete zu ermöglichen. […] Außerdem ist festzuhalten, dass die Evaluationskommission für eine umfassende Evaluierung dieser Fragestellung weder personell ausgestattet war, noch einen ausreichend langen Evaluationszeitraum zur Verfügung hatte.“
(Quelle, PDF-Seite 8).

Die Politik hat „die Wissenschaft“ also gar nie direkt gefragt, ob „die Wissenschaft“ denn mal genau gucken könnte, ob das auch alles funktioniert, was sie sich ausdachten. Klingt in meinen Ohren ziemlich absurd. Und dann all die Zettel, die man für jeden Gastro-Besuch ausfüllen musste oder die Registrierungsvorgänge per App, all die Testungen, die Nachweise, die Covid-Pässe und die teure Covid-Überwachungsapp haben am Ende zu einer „Datenwüste“ geführt, in der eigentlich keiner so Recht weiß, was während der Pandemiezeit passiert ist. Und trotzdem hat man uns tagtäglich mit „exakten und aktuellen Zahlen“ zum Pandemie-Verlauf verrückt gemacht, während zugleich heilsbringende Rituale („Corona-Maßnahmen“) gepredigt wurden, die „überhaupt nie hinterfragt werden“ dürfen:

Die Idee war, hier einen kurzen Überblick zu diesen 140 PDF-Seiten zu geben. Aber ich erachte die dort zusammengefassten Erkenntnisse als so wichtig, dass ich dazu einen gesonderten Beitrag machen möchte. Nach einer ersten Sichtung des Berichts bleibt in meinen Gedanken nur ein Satz: „Wir haben’s ja gesagt.“ Mit „Wir“ meine ich die Minderheit der Medienschaffenden, die sich „alternativ“ oder „frei“ nennen. Es bleibt ein Gefühl von Schmerz und Bitterkeit in der Seele, wenn ich lese, was dort gefunden wurde. Zugleich regt sich heiliger Zorn in der Brust, wenn ich sehe, was aus den dort zusammengefassten Erkenntnissen in der Berichterstattung der „Mainstream-Medien“ gemacht wird. Mehr dazu in einem gesonderten Beitrag.

Willkommen im neuen Zeitalter des Glaubens

Der anrollende perfekte Sturm, der uns in Deutschland und Europa wahrscheinlich im Winter ereilen und damit viele Folgen für weltweit abhängige Staaten haben wird, wird uns in einen massiven Abschwung führen, dessen Boden noch nicht abzusehen ist. Hier und da reißen die grob geflickten Fugen bereits auf und die „Mainstream-Medien“ verkaufen uns diese Krisen als „Überraschungen“, als Folgen „vom Corona-Virus“ oder bedienen sich der einfachen Erklärung: „Putins Krieg ist’s!“ Dieses Leid, das vor allem die „einfachen Menschen“ treffen wird, während sich die hohen Damen und Herren im Stile „cum ex“ munter die Taschen voll machen und anschließend noch einen Posten wie Bundeskanzler oder EU-Präsidentin abgreifen, wird die Menschen empfänglich für einfache und großflächige Maßnahmen machen. Der Ruf nach starker Leitung durch Institutionen, die alles andere als demokratisch strukturiert sind, wird lauter. Die Zentralisierung von Entscheidung, Daten und Sicherheit wird fortschreiten, während die einfachen Menschen immer weniger verstehen, was die großen Räder der Politik in Bewegung versetzt.

Die Politiker werden von den einfachen Menschen als überflüssig erkannt werden, weil sie sich immer mehr nur als parasitäre Aufsteiger entpuppen, die sich vom großen Kuchen der Geldmächtigen als Erfüllungsgehilfen ein ordentliches Stück abgreifen, um dann im Dickicht des großen Verwaltungsapparats auf irgendeine Position fernab vom Zugriff der Empörten zu verschwinden. Wer war nochmal dieser Jens Spahn? Diese Politiker werden ausgedient haben, womit der letzte Rest „demokratischen Anscheins“ weggefegt sein wird. Übrig bleiben geldmächtige Institutionen, die mit dem Staat verschmolzen die Geschicke der Völker zu ihrem Gunsten lenken. Die „Philantrophen“ und „Wohltäter“, die „Visionäre“ und „Neureichen“ können endlich ungeniert an die Öffentlichkeit treten und gleich dem Blutadel des Mittelalters als Geldadel der Neuzeit ihre Wahrheiten im Kleide der modernen Wissenschaften verbreiten, dessen zugrundeliegende Wahrheit nur sie selbst verstehen. Der Rest muss glauben. Er muss an die Milde und die Wohltätigkeit der Weisen und Mächtigen glauben, denn sein Einfluss ist nun vollends versiegt.

Und die Menschen werden es begrüßen, da die Dekadenz des westlichen Systems sich selbst verzehrt. Der Neoliberalismus hat die Demokratie ausgehöhlt und wird sie anschließend für gescheitert erklären. Selbst im Bericht des Corona-Sachverständigenrates ist der Ruf nach Zentralisierung, Überwachung und Datensammlung stark zu vernehmen. Und Klaus Schwab hat diese Zentralisierung in seinem Pamphlet „The Great Reset“ bereits im ersten „Corona-Sommer“ beschworen.

Gott sieht alles, Gott weiß alles, Gott lenkt alles.

Du musst nur glauben.


von Marco Lo Voi

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