Filmtipp: Innere Welten – Äußere Welten (2013)

In diesem Beitrag möchte ich euch einen Film empfehlen:

Innere Welten – Äußere Welten

Hier der offizielle Trailer:

Dieser Film ist eine besondere Dokumentation, die ein eindrucksvolles Gesamtbild unserer geistigen und auch wissenschaftlichen Welt zeigt. Sie verknüpft die Lehren verschiedener spiritueller Traditionen, mit den bis 2013 entdeckten wissenschaftlichen Erkenntnissen verschiedenster Gebiete.

Der Erzähler begleitet eine Reihe von atmösphärischen Animationen, kurzen Filmausschnitten und beeindruckenden Illustrationen mit erklärenden Worten. Das kunstvolle Geflecht zwischen Wissenschaft und Religion vermittelt ein ganzheitliches Bild, das natürlich nur punktuell auf einzelne Elemente eingehen kann, dies jedoch prägnant und verständlich tut.

Diese Dokumentation ist nicht nur für Neulinge interessant, auch Erfahrene dürften hier noch einige Informationen erhalten, die ihnen vielleicht in ihrem Weltbild noch fehlen. Die Dokumentation ist in vier ca. 30-minütige Abschnitte eingeteilt, die sich jeweils mit einem großen Teilbereich befassen.

Im Jahr seiner Veröffentlichung hat diese Dokumentation zahlreiche Preise abgeräumt, unter anderen:

  • Winner: Future World Showcase: Moving Images Film Fest, Toronto
  • Winner: Best Documentary Feature: DYI Filmfestival California
  • Winner: Award of Excellence: Canada International Film Festival, Vancouver, 2013
  • Winner: Peace Award: International Festival for Peace, Inspiration and Equality, 2013

Nachfolgend möchte ich die zentralen Elemente der einzelnen Kapitel zusammenfassen, um euch einen kurzen Einblick in die Inhalte zu gewähren!

Teil 1 – Akasha

„Die alten vedischen Lehrer lehrten die Nada Brahma – das Universum ist Schwingung. Das schwingende Feld befindet sich an der Wurzel aller wahren geistigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Es ist das gleiche Energiefeld dass die heiligen Buddhas, Yogis, Mystiker, Priester, Schamanen und Seher beobachtet haben als sie in ihr innerstes selbst blickten. Es wurde Akasha genannt. Das ursprüngliche Om, Indras Netz von Juwelen, die Musik der Sphären und bekam im Laufe der Geschichte tausend weitere Namen.“

In diesem ersten Teil wird zu Beginn auf die verschiedenen Theorien zum Ausgangspunkt des Universums eingegangen. Neben der Theorie des Urknalls werden die vedischen Lehren kurz angesprochen.

Im Zentrum steht dabei der Begriff Akasha, der den Raum als solchen bezeichnet. Dieser Raum, der sich auch im Vokabular des Buddhismus wiederfindet, beherbert alle Elemente des Seins. Der Begriff bezeichnet zudem den Urstoff, der mit den Worten Buddhas auch Kalapas genannt. Selbst Nicola Tesla, wegweisender Wissenschaftler und Namensgeber der modernen Elektroautos, verwendete diesen Begriff.

Des Weiteren wird das Phänomen der Fraktale besprochen, dass das Bauprinzip der Natur beschreibt. Der erste Wissenschaftler, der diese Muster sichtbar machte, war Mandelbrot mit seiner berühmten grafischen Darstellung mathematischer Formeln:

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Aussage, dass alles Schwingung ist. Veranschaulicht wird dies mit verschiedenen wissenschaftlichen Experimenten, in denen beispielsweise Wasser bestimmten Frequenzen ausgesetzt wird, um verschiedene Muster zu erzeugen, die sich überall in der Natur wiederfinden lassen.

Abschließend erfolgt eine Einschätzung des Grunds der Krise unserer Welt: Sie sei nicht sozial, wirtschaftlich oder politisch. Es handle sich um eine Krise des Bewusstseins. Die Unfähigkeit seine eigene Wesensart direkt zu erkennen, sei der Grund, weshalb wir gegenwärtig Krieg, Umweltverschmutzung und soziale Spaltung erleben.

Teil 2 – Die Spirale

„Unser begrenzter Verstand kann die geheimnisvolle Kraft, die die Konstellationen bewegt, nicht fassen. Jeder Wissenschaftler, der tief in das Universum blickt und jeder Mystiker, der tief in sein Inneres blickt, wird schließlich mit der gleichen Sache konfrontiert – der ursprünglichen Spirale.“

Im zweiten Teil wird die Form der Verbindung unserer inneren mit unserer äußeren Welt benannt: Die Spirale.

Darstellungen dieser ursprünglichen Form können praktisch überall auf der Welt, zu jeder Zeit, in jeder Kultur gefunden werden. Die ältesten sollen sogar über 5000 Jahre alt sein. Von Spiralgalaxien, über Wetterbewegungen und dem Verlauf des Wasser im Abfluss, bis hin zur DNA – die Spirale kann überall gefunden werden.

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Des Weiteren zeigt dieser Teil, wie die Spirale mit dem goldenen Schnitt, der Fibunacci-Reihe und der Selbstähnlichkeit zusammenhängt und wo der Schnittpunkt mit den Fraktalen liegt.

Abschließend geht der Film verstärkt auf unseren zentralen Energiepunkt, die Hara ein und welche Bedeutung er für den Menschen in den verschiedenen Kulturen hat und warum dieses Energiezentrum so essentiell für das Leben ist.

Teil 3 – Die Schlange und die Lotusblume

„Während wissenschaftliches Denken immer dominierender wurde und Informationen sich vervielfachten, trat eine Fragmentierung innerhalb unseres Wissenssystems auf. Verstärkte Spezialisierung bedeutete, dass immer weniger Menschen in der Lage waren, den Überblick zu behalten, die natürliche Ästhetik des gesamten Systems zu fühlen und mit Intuition zu begreifen.“

Im dritten Teil geht es verstärkt um verschiedene Symbole, die Lebensprinzipien verkörpern. Zu Anfang wird der Ursprung des Symbols des Schlangenstabs, des Stabs des Asklepios, erläutert. Wir sehen ihn häufig auf Schildern bei Apotheken, Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen.

Er hat seinen Ursprung in der griechischen Antike, ebenso wie der hippokratische Eid, den alle Ärzte ablegen müssen. Die Schlange ist die Manifestation der Spirale, die im vorigen Teil ausgiebig behandelt wurde.

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Ihr gegenüber steht der Vogel, der das erwachte Bewusstsein symbolisiert. Wir finden Darstellungen beider Symbole in fast jeder Religion und Kultur. Überall verkörpern sie verwandte Prinzipien. In der chinesischen Tradition mit dem Drachen, sowie in der Maya-Gottheit Kukulkan sind beide Symbole sogar zu einem vereint.

Im mittleren Abschnitt dieses dritten Teils geht es um den Sitz der Erleuchtung: Die Zirbeldrüse. Schon vor tausenden Jahren erkannten die Menschen, dass sie mehr als nur den Schlaf-Wach-Rhythmus bestimmt. Symbolisch wird sie durch den Kieferzapfen dargestellt und findet sich am Stab des Dionysos, in antiken ägyptischen Wandmalereien und sogar als riesige Statue im Herzen des Vatikan wieder.

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Das schließlich erwachte Bewusstsein, das unmittelbar mit der Zirbeldrüse zusammenhängt, wird in fast allen Religionen und Kulturen durch eine Kreisform über den Köpfen der Menschen und Götter dargestellt – es symbolisiert die Verbindung zum All oder zu Gott, den Zustand des Erwacht- oder des Erleuchtet-Seins.

Abschließend wird auf die heilige Form der Blume des Lebens oder des tausendblättrigen Lotus eingegangen, das die Urform aller geometrischen Figuren verkörpert und wo sich diese in der Natur wiederfindet.

Teil 4 – Jenseits des Denkens

„Wir sind frei zu denken und da liegt der Ursprung des Problems. Es ist das Nachdenken darüber was wir wollen, das außer Kontrolle geraten ist. Das Dilemma der modernen Gesellschaft ist, dass wir Versuchen die Welt mithilfe von wissenschaftlichen Mitteln und Denkweisen zu verstehen. Nicht im Sinne des archaisch-inneren Bewusstseins, sondern durch Quantifizierung und Qualifizierung von dem, was wir als externe Welt wahrnehmen. Denken hat nur zu mehr Denken und mehr Fragen geführt.“

In abschließenden Teil wird das bisher Gesagte auf seinen Ursprung zurückverfolgt: Dem Denken. Der Film stellt die These auf, dass sich das Chaos der modernen Welt auf den unaufhörlichen Drang zu Denken und zu Fragen zurückführen lässt.

Wir sind Sklaven unserer Verlangen und schweben mit Gedanken über Zukünftigem oder bereits Vergangenem und vergessen dabei, dass wir nur im Jetzt leben. Wir suchen das Glück im Außen und vernachlässigen unsere ureigene Quelle der endlosen Freude.

Nachdenken, so die Dokumentation, ist der Auslöser für Krieg, Hass und Leid. Das Binden an Materiellem, das Festhalten von Dingen und das beschränken auf das Äußerliche lenken uns davon ab, alle Dinge so zu sehen, wie sie sind: vergänglich, veränderlich, verbunden.

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Im Buddhismus strebt der Praktizierende den Moment der vollständigen Gedankenruhe an, um seine eigene Buddhanatur frei zu legen. Buddha selbst beschrieb seinen Zustand nur vage, indem er auf die Frage WAS er sei, nur antwortete: „Ich bin wach.“

Das Denken wurde in der ägyptischen Antike zu den anderen fünf Sinnen dazu gezählt, während der moderne Mensch das Denken als von den Sinnen getrennt ansieht. Das Auge des Horus ist dabei das Symbol aller menschlichen Sinne.

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Die moderne Hirnforschung hat etwas entdeckt, das sie Neuroplastizität nennt: das ist die Fähigkeit des Gehirns, sich je nach Gebrauch umzustrukturieren und zu verändern. Das bedeutet, wir können durch gezieltes Verfolgen bestimmter Gedankenmuster unsere Denkweise direkt beeinflussen.

Abschließend verdeutlicht der Film, dass es bei allem was dem Menschen, auf egal welchem Wege begegnet, lediglich das Bewusstsein und nicht die Umstände für die Wahrnehmung verantwortlich sind. In anderen Worten: es liegt ganz allein bei uns, die Kraft unseres Bewusstseins zu erkennen, um daraus die Fähigkeit zu völligem Gleichmut zu gewinnen, egal welche Situation uns begegnen mag.


Meiner Empfehlung nach, sollte man sich den Film in einem möglichst aufnahmefähigen Geisteszustand anschauen und hin und wieder pausieren, um das Gehörte wirken zu lassen.

Es ist zudem hilfreich, wenn man den Film mit mehreren Leute ansieht, um einzelne Punkte zu diskutieren, Meinungen von Zweiten zu hören und somit das Gesehene in geistigem Austausch zu festigen.

Außerdem sollte man sich diesen Film mit möglichst vielen verschiedenen Menschen gemeinsam immer wieder ansehen, um die Vielfalt an Informationen durch Wiederholung zu festigen. Dieser Film bietet zahlreiche Anreize, selbständig in verschiedene Richtungen weiterzuforschen und lädt dazu ein, sich mit seiner eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen.


Kompletter Film:

Homepage zum Film:

Innere Welten – Äußere Welten

Credits:

A film by: Daniel Schmidt, An REM Publishing Ltd. Film (Responsible Earth Media Ltd.)

Creative Direction and Support: Eva Dametto

Narration by: Patrick Sweeney

Cymatics and Water Sound Images by: Alexander Lauterwasser

Fractal Recursions by: Jock Cooper

Frozen Paint Splash Water figure images by: Linden Gledhill

Silver crystal trees footage courtesy of: N. Butyl Lithium. „Grow Silver Metal Crystals by Electrochemistry.“ NurdRage. 19 Dec 2010. Youtube. 7 Nov 2011. http://www.youtube.com/watch?v=fnyBldC4Ra4

Photo of Benoit Mandelbrot: David.Monniaux

Photo of Google CEO Eric Schmidt: Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0. http://www.gpaumier.org

Cymatics cornstarch footage courtesy of: MAKE/Collin Cunningham. http://www.makezine.com

Violin cymatics footage courtesy of: William G Sampson, Luthier, Dartmouth, NS, Canada.

Spiral Galaxy: Messier 101, Hubble Image: NASA and ESA

Acknowledgment: K.D. Kuntz (GSFC), F. Bresolin (University of Hawaii), J. Trauger (JPL), J. Mould (NOAO), and Y.-H. Chu (University of Illinois, Urbana)

CFHT Image: Canada-France-Hawaii Telescope/ J.-C. Cuillandre/Coelum

NOAO Image: G. Jacoby, B. Bohannan, M. Hanna/ NOAO/AURA/NSF

Commodore Pet Photograph: Rama, Wikimedia Commons, Cc-by-sa-2.0-fr

Public Domain Images: McKee Springs Petroglyph, Dinosaur National Monument, Utah & Colorado. NPS – National Park Services

Galaxy and Space Images provided by: NASA and ESA

Globe of Science and Innovation at Cern: Adam Nieman

Krishna Photo: Joe M500

Zeno of Citium Photo: shakko

Anisthenes Photo: Marie-Lan Nguyen (2009)

Buckminster Fuller Photo: User:Edgy01 (Dan Lindsay)

The Millenium Run Animation: Springel et al. (Virgo Consortium) and the Max-Planck-Institute for Astrophysics

Apophysis Inspiration and tutorials: Clare Jones

Cat’s Eye Nebula: R. Corradi (Isaac Newton Group of Telescopes, Spain) and Z. Tsvetanov (NASA)

Whirlpool Nebula: NASA, ESA, S. Beckwith (STScI), and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Battle_with_Mara: WikipediaUser-Sacca

Jesus Tempted in the Wilderness: James_Tissot (Brooklyn Museum)

Garth and The Universal Brotherhood support and enthusiasm Tai Chi Footage: Garth Sams

Original Music Score: Daniel Schmidt

Stock Music by: Stockmusic.net

Guidance and Wisdom: Patricia Smith-Strom

Shostakovich Romance: Violin C.T. Rowe, Piano Dan Schmidt

Remote footage retrieval: Leo (Leanne Schmidt)

Composers:

„OM Chandra“ – Eva Dametto,Daniel Schmidt, Sian Wilson and the Gospel Girls

„Wigwam“, „Om Shreen Hreem“, „Balance“, „Nam Myo ho Renge Kyo“ – By Vicky Hansen

„Lonely Duduk“ – Stockhausen

„Strange Waves“ – Sazonoff

„Wishing and Wanting“ – Dellay

„Opening“ – Dellay

„The Prophet“ – Henry

„Bhagavat“ – Kharlamov

„Jiong Number 1“ – Julin

„Vekter“ – Steele

„Night Music 2“ – Steele

Post Production

Digital Sound Media, a Division of REM Publishing Ltd.

 


von Marco Lo Voi

2 Antworten auf “Filmtipp: Innere Welten – Äußere Welten (2013)”

  1. Wie kann man das Undenkbare mit dem Denken für das Denken beschreiben?
    Wer beschreibt das, was jenseits von jemanden ist?
    Wie kann man das Alles mit einem Punkt erfassen?
    Wie kann der Tropfen den Ozean beschreiben, wenn alles nur Wasser ist?
    Was ist zu beschreiben, wenn das Alles jenseits von Sein und Nichtsein ist?

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