Motivation – Was treibt uns wirklich an?

In diesem Beitrag soll die uns innewohnende Energie betrachtet werden, die wir „Motivation“ nennen. Was lässt uns jeden Morgen aufstehen? Was bewegt uns zu kleinen und großen Taten? Zu welchen Handlungen sind wir fähig? Ein philosophischer Blick in die Verhaltenspsychologie.

Innenperspektive

Im letzte Beitrag „Gratwanderung zum Glück: Wünsche und ihre Graustufen“ wurde thematisiert, wie Bedürfnisse und Wünsche aus meiner Sicht voneinander geschieden werden können. Es wurde dargelegt, wie wir auf unserem Lebensweg über verschiedene Erfahrungen schließlich die Fähigkeit entwickeln können, mit Herausbildung unserer Persönlichkeit unsere Herzenswünsche zu entdecken. Auch wenn letztlich alles, was das Individuum selbst betrifft, ursprünglich in dessen Innerem angelegt ist, so sind vor allem Bedürfnisse meist auf Äußerlichkeiten wie Bildung, Beruf und Beziehung gerichtet. Der letzte Beitrag hat sich also eher mit der äußeren Welt beschäftigt. Er hat sozusagen das Spielfeld oder auch die Wegstrecke skizziert, die jede und jeder für sich zunächst definieren muss. Nehmen wir an, der Raum, das Feld, der Weg ist nun mehr oder minder deutlich im Nebel der Zeit lokalisiert. Nun eröffnet sich als nächstes die Frage, wie wir vom Jetzt über die gedanklich vorgezeichnete Strecke zum angestrebten Ziel gelangen. Der entscheidende Begriff hierbei ist Motivation.

Das Wort „Motivation“ leitet sich vom Lateinischen motio ab, was direkt mit „Bewegung“ übersetzt werden kann. Eine Motivation ist also etwas, das uns dazu anregt, uns in geistige oder körperliche Bewegung zu versetzen. Wir finden die Wortwurzel motio in einigen sehr gebräuchlichen Wörtern wieder. So spricht man beispielsweise in der Kriminalistik von einem „Motiv,“ das den Täter oder die Täterin zu einer gewissen Tat bewegt. Auch das Wort „Emotion“ ist eng damit verwandt und bezeichnet eine „Bewegung der Seele / des Gemüts“. Ein weiteres Beispiel wäre der etwas veraltete Begriff „Lokomotive“, das sich aus den beiden lateinischen Wörtern locus für „Ort/Platz“ und dem bereits erwähnten motio zusammensetzt – der Begriff meint also so viel, wie: „was uns von Ort zu Ort bewegt“. Wünsche und Bedürfnisse sind also wie die Schienen, die sich vor ins Unbekannte erstrecken. Die Motivation kann dann in diesem Bild als Zug verstanden werden, der uns auf den von uns definierten Schienen in Bewegung versetzt.

Nachdem ich im letzten Beitrag also über das seelische Schienennetz nachgedacht habe, möchte ich den Blick vom „Außen“ ins „Innen“ richten. Ohne eine kräftige und stabile Lokomotive nutzt uns ein wohldurchdachtes Schienennetz recht wenig. Auch eine modern und schick daherkommende Lok mag zunächst vielversprechend aussehen; schlussendlich kommt es aber doch darauf an, wie stabil und effektiv der Maschinenraum ist, wie stark und langlebig unsere Motivation also ist. Das moderne Leben lehrt uns immer öfter, dass gerade urtümlich daherkommende Maschinen, die noch mehr Wert auf Stabilität als auf Design legten, schließlich doch die zuverlässigeren sind. Sehen wir uns also genauer an, wie unterschiedlich Motivationen ausgestaltet werden können.

Ziele und Ursachen

Die Psychologie unterscheidet zwei verschiedene Formen der Motivation. Zum einen kann ein Individuum davon angetrieben werden, was man vereinfacht als „Belohnung“ bezeichnen könnte. Diese Belohnungen können viele Formen haben: Schulnoten, Geld, ein einfaches Lob oder auch eine Strafe, ein schönes Äußeres oder die Zuneigung einer bestimmten Person. Der Ursprung all dieser Anreize liegt meist im Außen, weshalb sie „extrinsische Motivationen“ genannt werden. Demgegenüber stehen die Motivationen, die im jeweiligen Individuum selbst entspringen, die sogenannten „intrinsischen Motivationen“. Diese Zweiteilung lässt sich mehr oder minder auf die duale Unterscheidung zwischen den Konzepten „Wünsche“ und „Bedürfnisse“ des letzten Beitrags übertragen: Wünsche sind oft intrinsisch motiviert, wohingegen Bedürfnisse eher extrinsische Energien erzeugen – allerdings lassen sich genügend Beispielen finden, bei denen diese Analogie hinkt, zumal auch zwischen extrinsischen und intrinsischen Formen der Motivation nicht immer trennscharf unterschieden werden kann, da die letztendliche Klärung dieser Frage ausschließlich das gesunde Individuum selbst leisten kann. Zudem sind Motivationen auch immer im Prozess. Was beispielsweise extrinsisch motiviert seinen Ausgang genommen haben kann, kann zu einer intrinsisch motivierten Handlung werden, wenn das Individuum einen tiefgreifenden persönlichen Mehrwert darin entdeckt. Das einfachste Beispiel für mich ist das Lesen.

Was als Kind zunächst oft als schulische Notwendigkeit an dich herangetragen wird, kann sich zu einem Hobby und schließlich zu einer Leidenschaft entwickeln. Extrinsisch motiviertes Lesen bedeutet in der Schule zunächst, dass man eine gute Note bekommt, wenn man gut vorliest. Die gute Note gefällt der Mama und dem Papa und schließlich möchte man als Kind seinen Eltern auch gefallen. Damit ist das Lesen ein extrinsisch motiviertes Mittel über den „Hebel“ der Schulnoten, dem intrinsisch motivierten Wunsch nachzukommen, den eigenen Eltern zu gefallen. Und schon ereifern wir uns für diese imaginären Noten, wobei die Mittel wie „Lesen“, „Rechnen“ und „Schreiben“ nur lästige Notwendigkeiten sind, die wir schnell hinter uns bringen möchten – nachhaltiges Lernen bleibt dabei oft aus. Entdeckt man jedoch beispielsweise die Magie der Bücher für sich, dann kann sich das Mittel „Lesen“ zum „Selbstzweck“ entwickeln, weil man Freude dabei empfindet. Wenn man dann nicht nur das Schulbuch pflichtbewusst liest, sondern auch weitere Bücher verschlingt, so wäre das eindeutig ein Zeichen dafür, dass eine intrinsische Motivation entstanden ist, weil diese weiteren Bücher die Schulnote nicht mehr direkt beeinflussen – hier beginnt meines Erachtens auch das wahre und nachhaltige Lernen. Intrinsisch motiviert ist eine Handlung also dann, wenn wir sie um ihrer selbst willen ausführen.

Ein Leben für die Arbeit

Ein weiteres Beispiel wäre die Arbeitswelt. Viele Menschen gehen leider lediglich darum ihrer Beschäftigung nach, weil als Endergebnis eine bestimmte Summe auf ihr Bankkonto überschrieben wird (extrinsische Motivation „Geld“). Wir benötigen aber dieses Geld, um uns und unsere Familie zu versorgen (intrinsische Motivation „Familiensicherheit“). Somit ist die Arbeit ein extrinsisch motiviertes Mittel, um einer intrinsischen Motivation nachzukommen. Und schon sind wir in der abhängigen Beschäftigung. Diese abhängige Beschäftigung führt in unserer schnelllebigen Welt immer häufiger zu vielerlei körperlichen und geistigen Leiden, die aus medizinischer Sicht dann gerne mit allem Möglichen erklärt werden, nur nicht damit, wie wir leben. Abhängigkeiten, ob es nun Suchtmittel oder eben notwendige Handlungen sind, um davon abhängige intrinsische Motivationen zu bedienen, können zu Quellen für eine schwer definierbare Traurigkeit, Sinnlosigkeit, bis hin zur Depression sein und sich schließlich als körperliche Krankheit manifestieren. Schafft es ein Mensch aber, in der Erarbeitung seines Lebensunterhalts seine Berufung zu finden, so sind diese leider zu seltenen Fälle kaum in die Rente zu schicken, weil sie nicht des Geldes wegen arbeiten. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: nur, wer eine gesunde Verbindung zu seinem Seelenleben hat, kann fortlaufend reflektieren, ob eine Handlung tatsächlich intrinsisch oder doch extrinsisch motiviert, beziehungsweise ob das eigene Selbst nicht mehr getrennt von der Arbeit/Handlung betrachtet werden kann. Auf diesen Punkt bin ich im letzten Beitrag ausführlich eingegangen.

In Anbetracht all dessen erscheint es kaum verwunderlich, was die Wissenschaft zweifelsfrei belegt: intrinsische Motivation ist langfristiger und die Ergebnisse sind meist sorgfältiger (Quelle). Gerade im Bereich „Pädagogik“ ist die Frage nach den Motivationsformen entscheidend. Das wissen Lehrer und Ausbilder sehr gut. Wenn man einfache Suchmaschinen befragt, landet man jedoch meist auf Seiten, die sich vor allem aus unternehmerischer Sicht mit diesem Thema befassen. Dahinter steckt oft die Frage von Führungskräften, wie die Mitarbeiter motiviert werden können. Hier vergallopiert sich der moderne Mensch zunehmend. Die Arbeits-Anreize, die für meine Elterngeneration scheinbar noch ausreichten, verlieren für die jetzt im produktivsten Alter Stehenden ihre Attraktivität – Geld büßt auf mehreren Ebenen zunehmend seinen „Wert“ ein. Daneben scheinen Selbstbestimmung, Eigeninteresse und Persönlichkeitsentfaltung immer mehr in der Vordergrund zu rücken. Das bisher fast hysterisch übersteigerte Gewinnstreben des neoliberalen Zeitgeistes steht vor einem drohenden Kollaps, weil die nachrückenden Kriechknechte ausbleiben. Und die grauen Anzüge stehen ratlos da und können es sich nicht erklären. So ist das Ergebnis der eiskalten neoliberalen Überlegung deshalb seit einigen Jahrzehnten immer häufiger, die Produktionsstätten ins Ausland oder ausländische Arbeit ins Inland zu holen, wenn die europäische Arbeiterklasse ihre Produktivkraft verliert. Die um sich greifende Energiekrise beschleunigt diesen länger schon andauernden Prozess (Quelle).

Hochmotiviert – „die Letzte Generation“

Ein derzeit sehr heiß diskutiertes Thema sind die Protestaktionen der sogenannten „Letzten Generation“. An diesem Gesellschaftsphänomen könnte man viele Themen veranschaulichen, aber für keines erscheint es mir treffender, als für das Thema „Motivation“. Diese Menschen tun Dinge, bei denen viele derzeit nur den Kopf schütteln: Sie kleben sich mit teilweise sehr aggressivem Material auf Straßen, Brücken oder Flugplätzen und legen dabei immer wieder den Verkehr lahm. Sie beschädigen kulturelle und historische Gebäude und Gemälde. Sie verängstigen Bürgerinnen und Bürger, indem sie Autos beschädigen, Drohbriefe in private Briefkasten werfen und Flyer an Fahrzeuge heften. Besonders erschreckend ist das Beispiel einer jungen Mutter, die sich mitten auf eine zwar bereits gesperrte, aber von Polizei- und Rettungsfahrzeugen befahrene Autobahn legt und darum sehr unsanft von einem Autobahnpolizisten zur Seite geschleift wird:

Die Reaktionen der Mehrheit in der Gesellschaft sind deutlich: sie haben kein Verständnis für viele Handlungen der Aktivisten (Quelle). Ich selbst möchte die Sinnhaftigkeit dieser Aktionen in diesem Zusammenhang nicht kommentieren. Zentral für diesen Beitrag ist Folgendes: Die Aktivisten riskieren ernsthafte Verletzungen, ja gehen teilweise riskant mit ihrem Leben um und riskieren Verkehrsunfälle. Sie scheuen die Konfrontation mit den Behörden nicht. Sie bedrohen aktiv ihre Mitmenschen. Und sie trotzen den Reaktionen der „Mehrheits-Gesellschaft“, die wegen dieser Aktionen teilweise immer mehr in Wut geraten. All dies sind Widrigkeiten, denen diese Aktivisten zuwiderhandeln. Umgekehrt könnte man formulieren, dass es einige extrinsische Motivationsquellen gäbe, Aktionen wie diese nicht durchzuführen. Dementsprechend muss eine derart starke intrinsische Motivation bestehen, diesen offensichtlichen extrinsischen Motivationen entgegen zu handeln und solcherlei Proteste durchzuführen. Und tatsächlich: welche Motivation könnte größer sein, als die Sicherung des Überlebens der Menschheit?

Die Anhänger der „Letzten Generation“ sind fest davon überzeugt, dass die Menschheit unmittelbar vom Aussterben bedroht ist, was sich ja schon deutlich in der Namensgebung zeigt. Zugegeben, dieser apokalyptischen Vorstellung sind tatsächlich viele Menschen nicht abgeneigt. Und so wähnen sich die Aktivisten der „Letzten Generation“ als die Warnerinnen und Warner, die der „schlafenden Mehrheit“ die Augen öffnen wollen. Diese Situation kommt mir seltsam bekannt vor. Nun ist es in der Tat so: die Menschen gehen vielerorts verheerend mit der Erde um, das ist keine Frage. Darum verstehe ich, woher die Tatkraft dieser Menschen kommt. Es ist der Wille, die Gesellschaft, ja die Welt zu verändern. Es ist der ureigene Wunsch nach dem Überleben – die wohl älteste und grundlegendste Motivation, die man sich vorstellen kann.

Weshalb gehen dennoch viele Leute mit den durchgeführten Aktionen so kritisch um? Ich könnte selbst einige Gründe erdenken, doch lasse ich lieber andere zu Wort kommen. So nennt Birgit Stratmann, Ex-Greenpeace Mitglied und Mitbegründerin des Netzwerks Ethik heute vier Gründe für berechtigte Kritik an den Aktionen der letzten Generation:

  1. Die Aktionen lenken vom Thema ab und erzeugen bei den Behörden eher eine Debatte darüber, wie gegen die Aktionen vorgegangen werden kann.
  2. Die Reaktionen auf diese Proteste schwächt die Klima-Bewegung, weil sie auch innerhalb der Bewegung zu stark polarisieren. Die Aktivsten stellen sich damit moralisch über die vermeintlichen „Schläfer“, die es einfach nicht verstehen wollen und verlieren damit potentiellen Zuspruch.
  3. Der gesetzliche Tatbestand der „Nötigung“ ist eine Form des Zwangs, den man auf den Rest der Bevölkerung ausübt, um vorgeblich zu dessen Wohl zu handeln.
  4. Die Proteste konzentrieren sich bisher vor allem auf den Individualverkehr, der nachweislich einen eher geringeren Anteil am Gesamtaufkommen des CO2-Ausstoßes ausmacht.
    (Quelle)

Auch wenn Stratmann in der Sache bei den Aktivisten ist, macht sie deutlich, weshalb sich der eingeschlagene Weg als Sackgasse herausstellen könnte. Ein Vergleich zu den Anti-Atomprotesten der ersten großen Öko-Bewegung in Deutschland, die die Wurzeln der derzeitigen Regierungspartei Bündnis90/Grüne bildet, drängt sich auf. In zahlreichen Demonstrationen wurden gezielt Castor-Transporte blockiert, vor Regierungsgebäuden und auf Kraftwerk-Geländen aufmarschiert. In öffentlichen Verlautbarungen und Pressekonferenzen wurden die Ziele klar artikuliert und vorgetragen. Natürlich gab es dabei auch Ausschreitungen, die Sachbeschädigung und Personenschäden zur Folge hatten. Auf diese Aktionen reagierte man von Seiten des Staates teilweise mit massiver Polizeigewalt. Die Atom-Proteste gipfelten unter anderem in der Großdemo gegen AKW Brokdorf 1981, bei der rund 100.000 Menschen trotz Demonstrationsverbots aufmarschierten. Zur Dokumentation: Dem Verbot zum Trotz: Großdemo gegen AKW Brokdorf 1981

Die unendliche Kraftquelle

Die radikalen Umwelt-Aktivisten der „Letzten Generation“ sind nur eines von vielen Beispielen, an denen man sehr gut festmachen kann, wie stark vor allem intrinsische Motivation wirken kann. An großen historischen Beispielen wie der DDR kann man umgekehrt festmachen, wie hingegen überdosierte extrinsische Motivation eines repressiven Systems zu dessen Kollaps führt, wenngleich dieses sich zumindest eine gewisse Zeiten halten konnte. Doch ähnlich wie bei Süchten benötigt es immer häufigere, immer stärkere Impulse extrinsischer Motivation wie Belohnungen, Bestrafungen oder eben eine höhere Dosis des Rauschmittels, um denselben Effekt zu erzielen. Irgendwann kommt der Kipppunkt und der Konsument bzw. das System kollabiert, die Grenzen der extrinsischen Motivation sind erreicht.

Hieran könnte man wieder den Themenkomplex „Propaganda“ und „Macht der Medien“ anschließen. Doch möchte ich mich abschließend auf die lichte Seite des Themas „Motivation“ konzentrieren. Wir haben gesehen, welchen Unterschied die Wissenschaft macht und wo die Grenzen verschwimmen. Ich habe anhand des Beispiels der „Letzten Generation“ aufgezeigt, welchen Widrigkeiten getrotzt und welchen Gefahren sich ausgesetzt wird, wenn die (intrinsische) Motivation groß ist. Angst, Frust, Hass und Wut sind Emotionen, – da haben wir es wieder – die großes Energiepotential haben. Meines Erachtens bergen diese Seelenbewegungen allerdings zu oft zerstörerisches Potential, obgleich ihr Ziel auch der Schutz und die Bewahrung von etwas, wie das der Erde sein kann.

Mit meinen Beträgen versuche ich mich selbst und andere jedoch zu mahnen, die eigenen Motivationen stets zu hinterfragen. Wenn die Motivationen von negativen Emotionen begleitet werden, so bedingen sie oft destruktive Handlungen und erzeugen dabei das Gegenteil dessen, was damit bezweckt werden soll. Darum sollten wir unsere Motivationen so ausrichten, dass sie in uns positive Emotionen wie Freude, Liebe, Verbundenheit, Mitgefühl und Hoffnung fördern. Die gesamte Literatur- und Filmgeschichte, aber auch die historische Geschichte ist angefüllt mit Beispielen, die uns zeigen, wie zerstörerisch angelegte Gesinnungen immer wieder zu Katastrophen führten, wohingegen die heilvollen Handlungen oft leider wie unbedeutend dazwischen erscheinen. Dennoch kennen wir in der Menschheitsgeschichte und im kultur-historischen Gedächtnis große Vorbilder friedvoller Protestmenschen, die ihre Leuchtkraft über hunderte und tausende Jahre bewahrten: Jesus, Gandhi, Mutter Theresa, Martin Luther King oder Rosa Parks.

Leider verhält sich mit der Gesellschaft jedoch so, wie mit dem eigenen Körper. Ist er „heil“, also gesund, merken wir es nicht. Erst wenn wir erkranken, spüren wir, das etwas fehlt. So ist es in der Geschichte. Herrscht Frieden, bemerken wir es kaum. Erst, wenn Unruhe und Gewalt um sich greift, regt sich auch der träge Geist. Warum ist das so? Schärfen wir gemeinsam unser Bewusstsein für eine gesunde Geisteshaltung. Lasst uns gemeinsam an der intrinsischen Motivation arbeiten, eine friedvolle und gerechte Welt für ALLE zu schaffen. Dies kann nicht mit Zwang, Angst und Gewalt erreicht werden. Nur Toleranz, Verständnis und unbedingter Wille zur Einigkeit macht wirklich frei. Lasst uns eine globale, intrinsische Motivation erarbeiten, um diese unendliche Kraftquelle, die in jeder und jedem Einzelnen schlummert, freizulegen. Darum rufe ich all den Aktivisten, die für eine heilvolle Sache einstehen, zu: Klärt auf, reicht die Hände denjenigen, die nicht von selbst in Bewegung kommen und artikuliert eure Wünsche an die Adressaten, die in Entscheidungspositionen sitzen.


Lasst uns für und nicht gegen etwas aufstehen!
Lasst uns die Eintracht nicht die Zwietracht suchen!
Lasst uns die Hoffnung nicht die Angst nähren!


von Marco Lo Voi

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