Die Maskenpflicht – Was weiß „die Wissenschaft“ wirklich?

Die Spaltung unserer Gesellschaft schreitet fort

Vor der Corona-Krise waren es lediglich Gedanken, die die Gesellschaft vor allem spalteten. Unsichtbare Ideen, Vorstellungen und Überzeugungen waren es, die jede und jeder für sich hegte, aber die man niemandem ansah: ist sie eine „Verschwörungstheoretikerin“? Ist er ein „Schlafschaf“? Ist er hier ein „Systemling“ oder sie dort eine „irgendwas-Leugnerin“? Bisher waren dies Ideologien, die unter der „Maske“ alltäglicher Gesichtszüge verborgen blieben.

Heute ist es eine tatsächliche Maske, die politische Gesinnungen und Überzeugungen wie ein Trikot beim Fußball sehr deutlich markiert. Was für eine Art Maske trägt er oder sie? Trägt er sie nur im Laden? Reißt sie die Maske direkt nach Verlassen des Ladens vom Gesicht oder schiebt er sich die Maske nur unter’s Kinn? Hängt die Maske am Rückspiegel des Autos oder zusammengeknüllt im Handschuhfach? Trägt sie die Maske beim alleinigen Spazieren auf einsamer Straße? Oder gar beim Joggen und Fahrradfahren?

All diese Verhaltensweisen zeigen aus meiner Sicht stark vereinfacht gesagt einen unterschiedlichen Grad an „Nähe zur Regierungslinie“.  Ob diese „Nähe“ aus dem Vertrauen in die Politik oder die Angst vor sozialen Konfrontationen entsteht, bleibt dabei offen. Auch wenn viele nicht explizit ausdrücken können, wie sehr welches „Maskenverhalten“ für welche Gesinnung steht, so verarbeitet das unser Unterbewusst allerdings sehr genau. Das Unterbewusstsein schickt die verarbeitete Information dann an unser aktives Bewusstsein in Form eines Gefühls, das uns überkommt, wenn wir einen Menschen im Umgang mit seiner Maske sehen.

In dieser Analyse spielt es zunächst keine Rolle, ob es wirklich stimmt, dass die Maske einen nachweislichen Effekt auf die Pandemie hat oder nicht – die Maske ist in beiden Fällen zu einem gesellschaftlichen Symbol geworden, das mir persönlich psychisch stark zu schaffen macht. Es verdeutlicht nämlich sehr drastisch, wie sehr sich die Gesellschaft gedanklich voneinander entfernt, womit ein Diskurs, den es in der jetzigen Situation dringend bräuchte, immer unmöglicher wird.

Um diesen Diskurs auf eine sachliche Ebene zu holen, möchte ich in diesem Beitrag versuchen, die mir zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich zusammenzufassen.

Die Faktenlage

Nach offiziellen Angaben wird die Maske als ein wichtiges Element in der Pandemiebekämpfung angesehen. Die Maske, die auch ein Schal oder Tuch oder ein sonstiger Ersatz sein kann, soll also das Virus zurückhalten, während wir atmen. In diesem Beitrag möchte ich explizit auf dieses Thema eingehen. Dazu werde ich das epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts vom 7. Mai heranziehen, indem unter anderem auf das Thema „Maske“ im allgemeinen und das Thema „Kinder“ beziehungsweise „Schulschließungen“ erörtert wird

In diesem Bulletin wird deutlich, wie überschaubar die tatsächliche Beweislage für eine Wirksamkeit der Masken im Allgemeinen ist. Das RKI führt als Argumentationsgrundlage in ihrem Bulletin zwei Untersuchungen an, die relativ unterschiedliche Angaben zur Effektivität der Übertragungsreduktion der Masken liefern. Diese beiden Studien möchte ich zunächst näher besprechen.

(1) Respiratory virus shedding in exhaled breath and efficacy of face masks

Die erste Studie erschien im renommierten Fachmagazin „Nature“ und wurde von einem internationalen Forscherteam durchgeführt. In dieser Studie wurden Messungen zur Viruslast von Probanden mit Influenza-, Corona- und Rhinoviren durchgeführt. Die Messungen erfolgten zum einen durch einen Rachen- und einen Nasenabstrich und zum anderen in Form einer Ausatemmessung mit und ohne Maske. Graphisch sehen die Ergebnisse der Messungen folgendermaßen aus:

(Abb. 1: Quelle)

Hier erleben wir erneut das, was ich schon mehrmals als „Dilemma der Laien“ beschrieben habe. Um diese Grafik zu interpretieren benötigt man zumindest grundlegende Statistik-Kenntnisse. Wer diese nicht mitbringt, ist nun von meiner Interpretation abhängig.

Was sehen wir? Das sind die Ergebnisse aller Corona-Virus-Träger (insgesamt 17), die in der Studie mitgemacht haben. Die Ergebnisse werden in Bezug auf Viren stets in Anzahl der gefunden Virus-Kopien pro Referenzeinheiten angeben. In dieser Grafik sind sie logarithmisch dargestellt, das heißt, die Abstände der einzelnen Punkte sind nicht gleichmäßig sondern zueinander abgeflacht.

Als erste Darstellung (von links) sehen wir die Ergebnisse aller Nasenabstriche („Nasal swab“) der Probanden mit dem Coronavirus. Daneben sehen wir die Ergebnisse der Rachenabstriche (Throat swab), dann der Tröpfchenpartikel ohne Maske, dann mit Maske und schließlich der Anzahl der Kopien in den Aerosolen ohne Maske und dann mit Maske.

Die Punkte repräsentieren die einzelnen Messwerte und der Kasten mit den Strichen (Boxplot) fasst die Messwerte in einer statistischen Darstellung zusammen. Je größer der eckige Kasten ist, desto unterschiedlicher sind die einzelnen Ergebnisse.

Der dicke Strich im Kasten zeigt den Wert in der Mitte der Messreihe an (Median). Die gestrichelten Linien zeigen die „Extremwerte“ an. Das sind Werte, die sich am oberen und am unteren Rand der Messwert-Reihe befinden. Diese Kästen, Punkte und Striche lassen noch keine Aussage über das Ergebnis zu, sondern sollen die Messwerte lediglich veranschaulichen (deskriptive Statistik).

Was ist ein Boxplot? Zum Verständnis erfolgt hier ein theoretisches Beispiel:

In einer Schule werfen verschiedene Schülerinnen und Schüler einen Ball. Die Messung erfolgt in Meter. Insgesamt werfen 11 Schüler, was zu 11 Ergebnissen führt:

0    8     12    16    18    20   21    24    30   40    51

Unglücklicherweise hat ein Schüler einen Fehlwurf hingelegt und ist damit bei „0“ Meter, während ein anderer Schüler, der die Klassenstufe ein paar Mal wiederholt hat, viel weiter als die anderen Schüler geworfen hat (51 Meter).
Wenn wir uns die Verteilung der Messwerte nun anschauen möchten, dann können wir einen Boxplot erstellen:

 

(Abb. 2: selbst erstellt mir der Software „R“)

In dieser theoretischen Messwertreihe ist die 20 also der Median, während die Extremwerte bei 0 und 40 liegen. Die 51 wird hier als Punkt dargestellt, weil er in dieser hypothetischen Messreihe sehr stark vom Rest abweicht („Ausreißer“). Ein Boxplot hilft uns also, einen ersten Überblick über die Messwerte und deren Verteilung zu bekommen – mehr nicht.

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Aus der Abb. 1 kann also entnommen werden, dass offensichtlich in der Nase wesentlich mehr Viruskopien gefunden wurden als im Rachen. In den Tröpfchen wurden nur vereinzelt geringfügig mehr Viren nachgewiesen, wenn keine Maske getragen wurde.

Bei den Aerosolen sieht der Unterschied graphisch schon etwas deutlicher aus. Zu beachten ist jedoch, dass der Wert, der in der Mitte der Messreihe liegt (Median), sowohl bei den Aerosolen als auch bei den Tröpfchen mit und ohne Maske bei „0“ bzw. auf der X-Achse liegt.

Das heißt, dass die Daten sehr ungleich verteilt sind. Der Kasten des Boxplots suggeriert hier, dass es wesentlich mehr Viruskopien in den Aerosolen ohne Maske gäbe. Tatsächlich zeigt der sichtbare Abschnitt dieses Boxplots nur die obere Hälfte der Messreihe an, während die untere Hälfte der gesamten Messreihe bei „0“ liegt (siehe auch die roten Punkte der Grafik).

Lediglich in drei Messungen auf Tröpfchengröße und in vier Messungen auf Aerosolgröße konnten in der Messung ohne Maske überhaupt Viren nachgewiesen werden, deren Menge zudem in 6 von 7 Fällen weniger als der Median des Rachenabstrichs beträgt.

Das eigentliche Ergebnis, welches der Studie ihren wissenschaftlichen Wert gibt, ist der sogenannte „p-Wert„. Der „p-Wert“ gibt stark vereinfacht gesagt an, ob der Unterschied theoretisch aussagekräftig ist oder nicht. Üblicherweise spricht man ab einem p-Wert von 0,05 von einem „signifikanten Unterschied“ – je kleiner der p-Wert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Hypothese, „Masken bedeuten Schutz“ zutrifft.

Das heißt, lediglich bei den Aerosolen wird in diesen Daten ein leicht signifikanter Unterschied festgestellt, wenn eine Maske getragen wurde. Der p-Wert bzw. das Signifikanzniveau ist allerdings immer wieder Gegenstand ausschweifender Diskussionen, weil die Festlegung dieses Werts willkürlich erfolgt und sich auch je nach Fachbereich verschieben kann.

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In der folgende Abbildung werden dieselben Zahlen nochmals tabellarisch dargestellt:

(Abb. 3: Quelle)

Irritierend ist für mich hier folgendes: Plötzlich werden hier 21 Teilnehmer mit Coronaviren aufgeführt, während an anderer Stelle noch von 17 Teilnehmern gesprochen wird. Mit dieser Tabelle zeigen die Forscherinnen und Forscher nochmals deutlich, dass sie lediglich bei 3 von 10 Proben auf Tröpfchengröße und bei 4 von 10 Proben auf Aerosolgröße das Corona-Virus nachweisen konnten, wenn keine Maske getragen wurde.

Bei den Proben mit Maske hingegen konnten keine Viren nachgewiesen werden. Interessanterweise ist in beiden Messreihen (mit und ohne Maske)  der mittlere Wert (Median) exakt gleich – nämlich „0“. Die Daten unterscheiden sich nur in ihrer Streuung (Unterschiedlichkeit).

Bei den Influenzaviren ist es genau anders herum: dort fanden die Forscher signifikant mehr Viren in den Tröpfchen, während in den Aerosolen kein signifikanter Unterschied gefunden wurde. Bei den Rhinoviren zeigt sich gar kein entscheidender Effekt der Maske.

Die Forscherinnen und Forscher schreiben außerdem folgendes:

„Bei den ohne Gesichtsmaske entnommenen Proben fanden wir heraus, dass die Mehrheit der Teilnehmer mit Influenzavirus- und Coronavirusinfektion kein nachweisbares Virus in Atmungströpfchen oder Aerosolen abgab, während wir beim Rhinovirus bei 19 von 34 (56%) Teilnehmern das Virus in Aerosolen nachweisen konnten (im Vergleich zu 4 von 10 (40%) beim Coronavirus und 8 von 23 (35%) bei der Influenza).

Bei denjenigen, die das Virus in Atemtröpfchen und Aerosolen abgaben, war die Viruslast in beiden Fällen tendenziell niedrig (Abb. 1). Angesichts der hohen Sammeleffizienz der G-II (Ref. 19) [Name des Messapparats] und angesichts der Tatsache, dass jede Ausatmungssammlung 30 Minuten lang durchgeführt wurde, könnte dies bedeuten, dass für eine Übertragung ein längerer enger Kontakt erforderlich wäre, auch wenn die Übertragung hauptsächlich über Aerosole erfolgte, wie dies für Rhinovirus-Erkältungen beschrieben wurde.“
(Quelle: übersetzt mit DeepL)

Kritik an der Studie

Neben den widersprüchlichen Angaben zu den Probanden mit dem Coronavirus kann man generell sagen, dass im Vergleich zu der Anzahl der Probanden mit Rhino- oder Influenzaviren wenig Probanden mit dem Coronavirus in die Studie mit aufgenommen wurden. Zudem waren es zu Beginn über 3.000 potentielle Probanden, von denen ohne Angabe von Ausschlusskriterien nur 123 ausgewählt wurden.

Von diesen 123 wurden bei 111 mittels eines PCR-Tests Grippeviren nachgewiesen, von denen 17 Corona-, 43 Infuenza- und 54 Rhinoviren in sich trugen. Aus der Abbildung 2 ist zu entnehmen, wie plötzlich 11 mit und 10 Menschen ohne Maske auf Mengen des Coronavirus geprüft wurden. Möglich wäre, dass teilweise dieselben Probanden mit und ohne Maske getestet wurden. Angaben dazu bleibt uns die Studie aber schuldig.

Das Forschungsteam kritisiert selbst an ihrer Studie vor allem folgenden Punkt:

„Die größte Einschränkung unserer Studie war der große Anteil der Teilnehmer mit nicht nachweisbarer Virusausscheidung im Ausatem für jedes der untersuchten Viren.“
(Quelle: übersetzt mit DeepL)

Zudem sagen sie in ihrem oben zitierten Ergebnis, dass es vermutlich eine längere intensive Aussetzung an infektiösen Aerosolen und Tröpfchen braucht, sodass tatsächlich eine Übertragung stattfinden kann. Das Ergebnis der Studie ist also ein einziger theoretischer Wert, der laut den eigenen Aussagen des Forschungsteams, ein Indiz dafür liefert, dass ein Tragen einer medizinischen Maske eine Übertragung von Personen mit Symptomen beeinflussen könnte.

Dabei bleibt es fraglich, ob bei steigender Anzahl der Messwerte die Signifikanz zu oder abnimmt – das heißt, ob sich das Ergebnis schnell ändert, wenn die Anzahl der Messwerte wie bei den Influenza- oder den Rhinoviren-Probanden nicht 10 sondern 20 oder 30 beträgt.

(2) Professional and Home-Made Face Masks Reduce Exposure to Respiratory Infections among the General Population

Die zweite Studie, die das RKI in seiner Argumentation der Wirksamkeit einer Maskenpflicht heranzieht, stammt aus dem Jahre 2008 und wurde am „National Center for Biotechnology Information“ durchgeführt.

In dieser Studie ging es vor allem um verschiedene Maskentypen, deren Effektivität gemessen wurden. Dazu wurden Erwachsene und Kinder mit verschiedenen Masken ausgestattet und ein Messgerät wurde unmittelbar an die Maske angebracht. Dieses Messgerät soll nach Aussagen der Untersuchung direkt einen Wert ausgeben, der den „Schutzfaktor“ („protection factor (PF)“) der Maske misst.

Zwei Personen neben einem Baum - Schwarz-Weiss

Getestet wurden drei Maskentypen: Handgemachte Masken, medizinische Masken und FFP2-Masken. Es wurden außerdem ein kurzes und ein Langzeitexperiment durchgeführt. Beim kurzen Experiment wurden 28 gesunde Erwachsene und 11 gesunde Kinder zwischen 5 und 11 Jahren bei fünf verschiedenen Bewegungsabläufen und mit unterschiedlichen Masken getestet. Das Ergebnis ist folgendes:


(Abb. 4: Quelle)

Hier werden die Mediane (mittlere Werte in der Messreihe) und die Interquartils-Abstände (IQR = die Ränder der Box des oben beschriebenen Boxplots) angegeben und geordnet nach Maskentypen und Bewegungsabläufen die gemessenen „Schutzfaktoren“ aufgeführt. Wir sehen, dass der Unterschied zwischen handgemachten Masken und medizinischen Masken bei den Medianen der Erwachsenen bei 1,6 Punkten liegt, während die FFP2-Masken über 109 Punkte größeren Schutzfaktor aufweisen.

Das heißt, die handgemachte Maske ist unwesentlich schlechter, als das medizinische Exemplar im Vergleich zum Unterschied zwischen den FFP2-Masken und den medizinischen Masken. Bei den Kindern funktionieren alle Masken, aber insbesondere die FFP2-Masken zudem wesentlich schlechter als bei Erwachsenen, weil die Masken natürlich nicht so gut sitzen, wie die Autoren selbst sagen.

Im Langzeitexperiment wurden 22 Erwachsene über einen Zeitraum von 3 Stunden getestet. Das sind die Ergebnisse:

(Abb. 5: Quelle)

Die Tabelle zeigt, dass zu Beginn der Untersuchung der Unterschied im Schutzfaktor zwischen handgemachten und medizinischen Masken bei 1,1 liegt und gegen Ende bei 1,2. Auch hier schneidet die FFP2-Maske deutlich besser ab: zu Beginn liegt der Unterschied zwischen der medizinischen Maske und der FFP2 bei über 130 Punkten. Gegen Ende fällt der Schutzfaktor bei der FFP-2 Maske hingegen stark ab (53 Punkte).

Kritik an der Studie

Zu dieser Studie gäbe es viel zu sagen. Zunächst möchte ich die Selbstkritik der Studie zitieren:

„Die in unseren Experimenten beobachtete begrenzte Partikelrückhaltung kann jedoch immer noch eine Überschätzung des Schutzes sein, da es zum Beispiel schwierig sein kann, die Einhaltung der Maske bei einem Patienten mit Atemnot durchzusetzen. Das Tragen von Masken durch das Pflegepersonal könnte durchführbarer und wirksamer sein, insbesondere wenn zusätzliche Präventivmaßnahmen auch für das Pflegepersonal vorhanden sind.

Außerdem sollten wir bedenken, dass es sich um eine experimentelle Studie mit einer relativ kleinen Zahl von Freiwilligen handelt, was die Verallgemeinerbarkeit einiger unserer Ergebnisse einschränkt. Damit z.B. Masken während einer tatsächlichen Pandemie irgendeine Wirkung haben können, müssen die Menschen möglicherweise mehrere Wochen lang Masken tragen, mit vielen kürzeren oder längeren maskenfreien Zeiträumen.

Darüber hinaus können die PFs [„Schutzfaktor“] eine Über- oder Unterschätzung des tatsächlich gewährten Schutzes darstellen. Und obwohl unser simulierter Patient seine Atemfrequenz variierte, haben wir die Auswirkungen z.B. von Husten oder Niesen auf die Übertragung durch eine Maske nach außen nicht bewertet.“
(Quelle: übersetzt mit DeepL)

Interessant ist an dieser Studie auch, dass hier ausschließlich gesunde Menschen getestet wurden, was bei mir zusätzliche Fragen aufwirft, was genau eigentlich dieses Messgerät misst und welche Aussagekraft dieser „Schutzfaktor“ eigentlich hat. Es wird beispielsweise nicht gesagt, ab welchem „Schutzfaktor“ eine Übertragung wie stark erschwert wird. Darum ist aus meiner Sicht dieser „Schutzfaktor“ eine sehr unbrauchbare Zahl für eine Aussage in Bezug auf virale Übertragungen.

Neben diesen von den Autoren eingeräumten Bedenken liefern sie in ihren Ergebnissen zwar einzelne statistische Kennwerte, aber nicht für die erhöhte Schutzwirkung medizinischer im Vergleich zu handgemachten Masken, was im Prinzip ja eigentlich die Fragestellung der ganzen Studie war. Dass die FFP2-Masken wesentlich wirksamer sind, ist mit dieser Studie jedoch offensichtlich geworden, wurde aber auch nicht statistisch untermauert.

Das Ergebnis müsste also eigentlich lauten: Medizinische Masken bieten im Vergleich zu handgemachten Masken keinen signifikant erhöhten Schutz, während FFP2-Masken für Erwachsene kurzzeitig einen deutlichen Schutz bieten, der jedoch in einem Zeitraum von drei Stunden bereits über 50% seiner Schutzwirkung einbüßt. Bei Kindern ist die Schutzwirkung aller Maskentypen deutlich geringer.

Stattdessen schließt die Studie mit folgenden Vermutungen:

„Angesichts der Notwendigkeit, dass die Bevölkerung im Laufe der Zeit eine ausreichende natürliche Immunität erwerben muss, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Umfang des Schutzes, der durch selbstgefertigte Masken gewährleistet ist, die virale Belastung durch die Auswirkungen auf die Übertragung während der ersten Wellen ausreichend reduziert und gleichzeitig den Menschen eine ausreichende Aussetzung ermöglicht, um eine effiziente Immunantwort zu entwickeln.“
(Quelle übersetzt mit DeepL)

Können Kinder an Covid-19 erkranken?

Zum Thema „Kinder“ und „Covid-19“ sagt das RKI im besagten Bulletin folgendes:

„Die Rolle von Kindern als Krankheitsüberträger in der COVID-19-Pandemie ist noch nicht gut untersucht. Kinder haben häufiger als Erwachsene einen milden oder asymptomatischen Verlauf und werden daher oft nicht auf Grund von Symptomen, sondern im Rahmen einer Kontaktpersonen-Nachverfolgung positiv getestet.

[…] Es gibt aktuell nur wenige Daten zu der Fragestellung, ob Kinder genauso empfänglich für COVID-19 sind wie Erwachsene. “
(Quelle: S. 6)

Das heißt im Klartext: Kinder erkranken laut dem RKI nicht an Corona. Gemäß einer chinesischen Studie, die am 6. Juni 2020 veröffentlicht wurde, ist der aktuelle Stand folgender:

„Es gab 728 (34,1%) im Labor bestätigte Fälle und 1407 (65,9%) Verdachtsfälle. Das mediane Alter aller Patienten betrug 7 Jahre (interquartiler Bereich: 2-13 Jahre), und 1208 Fallpatienten (56,6%) waren Jungen. Mehr als 90% aller Patienten hatten asymptomatische, leichte oder mäßige Fälle. Die mediane Zeit vom Krankheitsbeginn bis zur Diagnose betrug 2 Tage (Bereich: 0-42 Tage).“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Als „Verdachtsfälle“ werden diejenigen behandelt, die zwar einen positiven PCR-Test haben, aber keinerlei Symptome aufweisen. In Deutschland wird diese Unterscheidung nicht gemacht. Das heißt, Kinder können sich infizieren, überstehen die Infektion aber in den meisten Fällen ohne Probleme.

Zum Thema „prä- und aymptomatische Übertragung“ sagt das RKI folgendes:

„Der Anteil präsymptomatischer Transmissionen an allen Übertragungen wird in Untersuchungen und Modellierungen mit 6%, 12%, 44%  und 48–62% beziffert.“
(Quelle: S. 6)

Eine kurze Recherche zu diesem Thema zeigt, dass es im Prinzip nur mathematische Rechenverfahren gibt, die die Anzahl der prä- bzw. asymptomatischen Übertragungen schätzen. Eine verlässliche Studie müsste mit Anti-Körpertests und einer repräsentativen Population geschehen. Darum sind diese Werte nur theoretische Vermutungen, die sich mehrheitlich auf die Ergebnisse des PCR-Tests verlassen.

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Es herrscht also große Uneinigkeit darüber, wie hoch der Anteil präsymptomatischer Übertragungen ist. Bezüglich asymptomatischer Übertragung begnügt sich das RKI mit der Aussage, dass asymptomatische PCR-Positive eine ähnlich hohe Viruslast im Rachen hätten, wie symptomatische Fälle, weshalb eine Übertragungsmöglichkeit angenommen wird (vgl. ebd.).

Laut den Aussagen von Prof. Dr. Bhakdi hingegen sei eine Übertragung in asymptomatischen Fällen ausgeschlossen. Außer sehr heterogene Angaben bezüglich dieses wichtigen Punkts, die teilweise aus Modellversuchen stammen, liegt nichts Handfestes vor.

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Die aktuelle Forschungslage

Es sind dynamische Zeiten. Darum kann das hier zitierte Bulletin des RKI bereits als veraltet angesehen werden. Aus diesem Grund habe ich mich selbständig auf die Recherche begeben, um weitere Studien bezüglich der Wirkung einer allgemeinen Maskenpflicht aufzuspüren.

Tatsächlich lassen sich nur sehr wenige Artikel finden, wenn man eine Stichwortsuche bei google.com/scholar unternimmt. Ich kann dieses Suchtool sehr empfehlen, weil man damit ausschließlich wissenschaftliche Studien findet und zudem häufig einen Direktzugriff auf den Volltext erhält. Allerdings lassen sich so natürlich nicht alle Studien zu jedem Thema finden. Da jedoch vieles heutzutage nur digital veröffentlicht wird, kann man davon ausgehen, die Mehrheit der verfügbaren aktuellen Wissenschaftsartikel über dieses Suchtool finden zu können.

Im Folgenden möchte ich die Suchergebnisse älterer aber auch neuerer Artikel benennen und die zentralen Aussagen dieser Studien wiedergeben:

(3) Risk of SARS-CoV-2 transmission by aerosols, the rational use of masks, and protection of healthcare workers from COVID-19

Bei dieser Studie von Sommerstein et al. handelt es sich um Sichtung und Bewertung der Forschungsliteratur zum Thema „Aerosolen“, „Masken“ und „SARS-CoV-2“, das heißt, hierbei wurden keine Versuche oder Tests durchgeführt. Die Studie erschien am 6. Juli 2020 beim BMC, das Teil von „Springer Nature“ ist.

Das erklärte Ziel dieser Studie ist:

„Bestimmung des Risikos der Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole, Bereitstellung von Beweisen für den rationellen Einsatz von Masken und Diskussion zusätzlicher Maßnahmen, die für den Schutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen vor COVID-19 wichtig sind.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Dieser Artikel ist sehr umfangreich und bezieht eine Vielzahl weiterer Literatur mit ein. Ich möchte hier lediglich die aus meiner Sicht zentralen Ergebnisse präsentieren.

„Der größte Teil der Forschung, die die Schutzwirkung von chirurgischen Masken mit Atemschutzmasken vergleicht, wurde im Zusammenhang mit Grippe oder anderen relativ gutartigen Atemwegserkrankungen durchgeführt. Bis heute gibt es keine veröffentlichten Vergleichsstudien zu COVID-19. […]

Trotz der Dokumentation von infektiösen Influenza-Aerosolen in klinischen Proben wurden in der klinischen Praxis weder für Influenza noch für SARS Hinweise auf eine Aerosolübertragung gefunden. […]

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der derzeitige Kenntnisstand keine wissenschaftlichen Belege aus Vergleichs-Studien für die Verwendung von FFP2 anstelle einer chirurgischen Maske außerhalb der so genannten AGPs liefert. […]

Das Fehlen eines eindeutigen wissenschaftlichen Nachweises für die Aerosolübertragung von SARS-CoV-2 liefert die Begründung für die derzeitigen Empfehlungen für die Verwendung von Operationsmasken.

Für bestimmte definierte Verfahren mit höherem Übertragungsrisiko werden Atemschutzmasken vorgeschlagen. Wichtig ist, dass Masken nur eine Komponente des Infektionskontrollpakets einschließlich der Handhygiene darstellen.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Im Klartext heißt dies nach meinem Verständnis, dass man zwar eigentlich noch nicht weiß, ob Masken etwas bringen, weil es nach wie vor keine Studien dazu gibt, die wirklich beweisen, dass SARS-CoV-2 tatsächlich über Aerosole übertragen werden kann. Außerdem weiß man eigentlich auch nicht, ob Masken einen Effekt auf den Infektionsverlauf haben, aber man nimmt es einfach an.

Das klingt in meinen Ohren nach schärfster Verschwörungstheorie. Da die Schlussfolgerung am Ende jedoch ist, eine Maskenpflicht zu empfehlen, ist es keine Verschwörungstheorie, sondern eine weitere „wissenschaftliche“ Bestätigung zur verordneten Maskenpflicht.

(4) The importance of wearing masks in curtailing the COVID-19 pandemic

Dieser wissenschaftliche Artikel wurde im Juni 2020 von Jose Humphreys für das indische Magazin „Journal of Family Medicine and Primary Care“ geschrieben.

In diesem kurzen Beitrag, der mehr einem Kommentar ähnelt, wird ebenfalls keine Studie präsentiert, sondern lediglich eindringlich dazu aufgefordert Hygieneprotokolle einzuhalten. Dabei richtet der Autor sich vor allem an Pflegepersonal.

Den Charakter eines Kommentars hat dieser Artikel deswegen, weil er kaum mit wissenschaftlichen Belegen arbeitet, aber dafür folgendermaßen argumentiert:

„Wenn das Tragen von Masken ein falsches Gefühl der Sicherheit vermittelt, dann gilt dies auch für das Händewaschen, den Gebrauch von Handdesinfektionsmitteln, das Tragen von Handschuhen und sogar für die Praxis der sozialen Distanzierung, wenn sie isoliert praktiziert wird. […] Jede Handlung trägt wesentlich zum Prozess bei und ergänzt die andere bei der Eindämmung der Krankheit.“

Dieses Credo eint alle bisher von mir gesichteten Artikel. Interessanterweise kritisiert der Autor außerdem das Handeln der WHO, die ihre Meinung gerne mal ändert:

„Der mangelnde Schutz von Gesichtsmasken ist eigentlich eine teilweise von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angepriesene Vorstellung, aber bei allem Respekt, die WHO hat sich mehr als einmal geirrt. Ein gutes Beispiel ist die Frage, ob das Coronavirus über die Luft übertragen wurde oder nicht. Ursprünglich erklärte die WHO, dass das Coronavirus nicht über die Luft übertragbar sei, und später bestätigte sie, dass dies der Fall sei.“

Der einzige „wissenschaftliche Beweis“ für die postulierte „Wichtigkeit“ einer Maske ist folgender:

„Laut dem Experten für Infektionskrankheiten und Senior Scholar am Johns Hopkins Center for Health Security, MD Amesh A. Adalja, ‚können Gesichtsmasken helfen, vor vielen Atemwegsinfektionen zu schützen, die über die Tröpfchenroute verbreitet werden, und dazu gehören das Coronavirus und die Grippe‘.

Zur Grundlage dieser Empfehlung erklärte Dr. Adalja, dass Viren wie das Coronavirus von einer infizierten Person über die Luft auf andere übertragen werden können, indem sie husten und niesen oder indem sie eine kontaminierte Oberfläche berühren und dann vor dem Händewaschen Mund, Nase oder Augen berühren.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Im weiteren Verlauf des Artikels erläutert der Autor den korrekten Umgang mit einer Maske, wenn sie ihren Zweck erfüllen soll. Ich empfehle jeder und jedem, der von Wichtigkeit der Maske überzeugt ist, sich dieser Schritt-für-Schritt-Anweisung durchzulesen und sich zu überlegen, ob er oder sie stets dieses Protokoll eingehalten hat und/oder einhalten wird. Denn nur, wenn dieses Protokoll eingehalten wird, kann die Maske überhaupt ihren vermuteten Effekt erfüllen.

Aus meiner Sicht stand vor dem Verfassen des Artikels die Grundaussage, die von Dr. Adalja für diesen Artikel einfach übernommen wurde, fest, somit diente er lediglich nochmals der Wiederholung eigentlich bekannter Aussagen zur Maske. Dennoch zeigt dieser Artikel, wie kompliziert der korrekte Umgang mit einer medizinischen Maske eigentlich ist. Dieses Protokoll wird im Alltag wohl kaum von der Mehrheit der Menschen so strikt befolgt.

(5) Face masks: benefits and risks during the COVID-19 crisis

Dieser Artikel erschien am 12. August 2020 ebenfalls beim BMC und wurde von Matuschek et al. verfasst. Dieser Artikel ist der erste, der neben dem medizinischen Nutzen auch die möglichen unerwünschten Nebenwirkungen einer Maske aufgreift.

Auch bei dieser Studie handelt es sich um eine kritische Literaturanalyse, die bestehende Ergebnisse zum betrachteten Thema zusammenfassen und bewerten. Die Autorin und ihre Co-Autoren legen mit diesem Artikel einen sehr detaillierten und umfangreichen Bericht vor, weshalb ich hier nur die wirklich elementaren Punkte benenne:

„Ergebnisse

Nach unserer kritischen Durchsicht der verfügbaren Literatur fanden wir nur schwache Belege für das Tragen einer Gesichtsmaske als wirksames hygienisches Mittel zur Verhinderung der Ausbreitung einer Virusinfektion. Die Verwendung von [Mund-Nasen-Bedeckungen] scheint jedoch mit einem relevanten Schutz bei engen Kontaktszenarien verbunden zu sein, indem die Verbreitung pathogenhaltiger Aerosole und Flüssigkeitströpfchen begrenzt wird.

Wichtig ist, dass wir Beweise für eine signifikante Beeinträchtigung der Atemwege bei Patienten mit schwerer obstruktiver Lungenerkrankung fanden, die sekundär zur Entwicklung von Hyperkapnie führt. Dies könnte auch bei Patienten mit Lungeninfektionen, mit oder ohne SARS-CoV-2, auftreten.“

Erstmals lesen wir neben den vermuteten, aber nur vereinzelt und eher mäßig belegten Wirksamkeit einer allgemeinen Maskenpflicht, von den zu erwartenden Nebenwirkungen des Maskentragens. Das Team betont in den Ergebnissen vor allem die gefährlichen Nebenwirkungen einer Maske für Patienten mit „schwerer obstruktiver Lungenerkrankung„, was zusätzlich zu einer „Hyperkapnie“ führen kann.

Diese tritt auf, wenn die CO2-Sättigung im Blut durch das Rückatmen der eigenen Atemluft zu stark ansteigt. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass es auch für die SARS-CoV-2-Erkrankte problematisch sein kann, da es sich hierbei auch um eine Atemwegsinfektion handelt.

„Schlussfolgerung

Epidemiologen betonen derzeit, dass das Tragen von [Mund-Nasen-Bedeckungen] luftübertragene Infektionen in der Gemeinde wirksam unterbinden wird. Die Regierung und die Politiker sind diesen Empfehlungen gefolgt und haben sie dazu benutzt, die allgemeine Bevölkerung zu beraten und in einigen Fällen anzuweisen, [Mund-Nasen-Bedeckungen] an öffentlichen Orten zu tragen.

Insgesamt scheinen die Ergebnisse darauf hinzudeuten, dass es einige klinisch relevante Szenarien gibt, in denen die Verwendung von [Mund-Nasen-Bedeckungen] genauere Anweisungen erfodert. Unsere kritische Auswertung der Literatur hebt sowohl die Schutzwirkung bestimmter Arten von Gesichtsmasken bei definierten Risikogruppen hervor betont aber auch deren potenzielle Risiken.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Bestimmte Masken können also in bestimmten Situationen einen Nutzen aufweisen, wie beispielsweise in beengten Situation wie öffentlichen Verkehrsmitteln. Dagegen stellen sie jedoch eine ganze Reihe an Argumenten, die eine allgemeine Maskenpflicht zumindest anzweifeln lässt:

(1) „Masken vermitteln ein falsches Gefühl von Sicherheit. Die Hauptaufgabe des [Mund-Nasen-Schutzes] ist der Schutz der in der Nähe stehenden Personen. [Masken] schützen nicht den Träger.“

(2) „Es ist wichtig, die Maske korrekt zu tragen. Sie muss luftdicht an der Haut anliegen, sonst geht ihre Wirkung verloren. Auch das Ablegen der Maske muss korrekt durchgeführt werden. Die Außenseite der Maske sollte nicht berührt werden. Wenn die Versorgung kein Problem darstellt, sollten chirurgische Masken nur einmal verwendet werden.“

(3) „Der Mangel an nonverbaler Kommunikation beim Tragen einer Maske kann dazu führen, dass sich Menschen verunsichert, entmutigt oder sogar psychisch belästigt fühlen. Dies kann insbesondere für Menschen gelten, die an einer psychischen Erkrankung oder einer Hörschädigung leiden.“

(4) „Die Atmung befeuchtet die Maske. Bei übermäßiger Feuchtigkeit werden die Masken [un]dicht [sic: Änderung des Autors]. Daher wird die Luft an den Rändern ungefiltert ein- und ausgeatmet, wodurch die Schutzwirkung sowohl für den Träger als auch für die Umgebung verloren geht.“

(5) „Wenn Masken nicht regelmäßig gewechselt werden (oder richtig gewaschen werden, wenn sie aus Stoff bestehen), können sich Krankheitserreger in der Maske ansammeln. Bei unsachgemäßer Verwendung kann das Risiko der Verbreitung des Erregers – einschließlich SARS-CoV-2 – kritisch erhöht sein.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Weil dieser Aspekt bisher nirgends genannt wurde, möchte ich gerne auf Argument (3) eingehen. Leider hört man immer öfter, wie Menschen, die aus psychologischen oder oben bereits benannten physischen Vorerkrankungen keine Maske tragen können, regelrecht angefeindet oder körperlich angegriffen werden. Dies halte ich für eine absolut dramatische Entwicklung in unserer Gesellschaft. Wenn man in Youtube nach ähnlichen Videos sucht, dann scheinen es jedoch vor allem die „Masken-Verweigerer“ zu sein, die handgreiflich werden. Ob das eine oder das andere der Fall ist, ist mir eigentlich relativ egal. Im Endeffekt handelt es sich um Gewalt wegen desselben Themas.

Über die Gruppe der Menschen mit völlständigem oder starkem Hörverlust spricht jedoch niemand. Diese Menschen werden durch die Masken ihrer Möglichkeit beraubt, über Lippenlesen und das Betrachten der Mimik anderer am öffentlichen Leben barrierefrei teilzunehmen. Dabei war doch das Thema Inklusion vor wenigen Monaten noch von so hoher Priorität.

Diese Studie zeigt also erstmals ein differenziertes Bild auf das Thema „Maske“ und „Corona“ und ermöglicht, mit Kritikern der Maßnahmen in einen sachlichen Diskurs einzusteigen.

(6) Masked education? The benefits and burdens of wearing face masks in schools during the current Corona pandemic

Generell hören wir stets nur Virus-Experten und Pandemie-Weise, die mit Infektionszahlen und Statistiken um sich werfen; was wir dabei jedoch kaum Bedenken, sind die massiven psychischen Beeinflussungen, die insbesondere sehr junge Menschen oder Personen erleiden, die bereits psychisch erkrankt sind. Dazu gibt es eben keine kalten Statistiken und Zahlen.

Der bekannte deutsche Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer hat am 11. August diesen Jahres einen wissenschaftlichen Artikel zum Thema „Maske im Unterricht“ veröffentlicht. In diesem umfangreichen Artikel hat Spitzer erneut zahlreiche Erkenntnisse bezüglich der Corona-Pandemie zusammengefasst. Die hauptsächlich klinischen Untersuchungen werden von Spitzer allerdings auch kritisch beleuchtet und im zweiten Teil des Artikels um die psychische Ebene ergänzt.

Neben der übertragungsreduzierenden Wirkung der Masken führt Spitzer einige Studien an, in denen problematische Nebeneffekte untersucht wurden:

  • (leichter) Kopfschmerz, der periodisch auftritt:

„In einer Studie mit 158 Mitarbeitern des Gesundheitswesens während der Covid-19-Pandemie war die häufigste Nebenwirkung bei längerem Tragen von Gesichtsmasken bilaterale Kopfschmerzen, die von etwa 80% der Teilnehmer angegeben wurden.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

  • dermatologische Erkrankungen:

„Gesichtsmasken können ferner periorale Dermatitis mit Ausschlägen und Rötungen verursachen, d.h. eine Infektion der Haut um den Mund herum durch Speichel, Schweiß und feuchten Dampf zwischen Maske und Haut. Dies kann ein Nährboden für Bakterien sein. Juckende Ausschläge können durch eine irritative Dermatitis verursacht werden, die durch die Maske und/oder die daran befestigten Gummischnüre verursacht wird, die die Haut von Nase und Ohren reiben.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

  • Hitze, hohe Feuchtigkeit und Einschränkung der Leistungsfähigkeit

„Beide Arten von Gesichtsmasken führten zu erheblichen Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieden im Mikroklima zwischen Gesichtsmaske und Haut. Insbesondere führte die N95-Maske im Vergleich zur chirurgischen Maske zu einer höheren Feuchtigkeit und höheren Hauttemperaturen im Inneren der Gesichtsmaske, einer höheren Herzfrequenz und erhöhten negativen „Empfindungen, einschließlich des Gefühls der Untauglichkeit, des Spannungsgefühls, des Juckreizes und der Müdigkeit“, wie von den Autoren festgestellt wurde“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Außerdem führt er weitere Bedenken an:

– „Das Tragen von Gesichtsmasken kann dazu führen, dass Brillengläser beschlagen und dadurch von Unbehagen bis hin zu Unfällen alles passieren könnte.

– Das Tragen einer Gesichtsmaske führt dazu, dass die ausgeatmete Luft in die Augen gelangt. Dies erzeugt ein unangenehmes Gefühl und den Impuls, die Augen zu berühren. Wenn Ihre Hände kontaminiert sind, infizieren Sie sich selbst.

– Darüber hinaus wird bei jedem Atemzyklus ein Teil des zuvor ausgeatmeten Kohlendioxids eingeatmet. Diese Phänomene erhöhen die Atemfrequenz und Atemtiefe, und sie können die Belastung durch Covid-19 verschlimmern, wenn infizierte Personen, die Masken tragen, mehr kontaminierte Luft verbreiten. Dies kann auch den klinischen Zustand der Infizierten verschlechtern, wenn die verbesserte Atmung die Viruslast nach unten in ihre Lungen drückt“, fügen die Autoren hinzu.

– Wenn infizierte Menschen die Luft in der Maske wieder einatmen, steigt ihre Viruslast an“, fügen die Autoren hinzu.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Anschließend erörtert Spitzer weitere Implikationen, die aus der Forschung seines Fachbereichs entstammen. Hierbei geht es nun vor allem um Kleinkinder und Jugendliche. Spitzer erläutert anhand von Studien der frühkindlichen Psychologie, welche Folgen Masken haben können.

„Der Mensch ist biologisch programmiert, Gesichter zu erkennen. Sobald Babys geboren werden, zeigen sie eine Vorliebe dafür, menschliche Gesichter zu betrachten, und sie werden sogar eine rudimentäre Zeichnung eines Gesichts anstarren, wenn man sie ihnen zeigt. Aber im Alter von sieben Monaten sind Babys in der Lage, wütende oder ängstliche Gesichter zu erkennen. […]“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Wenn nun die Mehrheit der Menschen im Umfeld der Neugeborenen in immer mehr Kontexten eine Maske tragen, dann entziehen wir diesen jungen Menschen die Möglichkeit, sich das Erkennen von Gefühlen und Emotionen in der Mimik von Mitmenschen anzueignen. In der frühen Phase der Kindheit werden elementare Grundsteine gelegt, die zu keiner späteren Zeit wieder kompensiert werden können.

Kommunikation ist ein weiterer wichtiger Punkt:

„Tatsächlich deuten Erkenntnisse aus Augenbewegungsstudien während des Blicks auf ein Gesicht darauf hin, dass das Auge das Gesichtsmerkmal ist, auf das bei der Gesichtsverarbeitung zuerst und am längsten geachtet wird, da sie in der Kommunikation am aufschlussreichsten zu sein scheinen. […]

Aber an zweiter Stelle nach den Augen stehen die Regionen von Mund und Nase, wenn es um die Wahrnehmung der Gesichtszüge geht. Für eine effektive verbale Kommunikation hat das Abdecken des Mundes mit Stoff zwei nachteilige Folgen: Erstens wird das Hörsignal beeinträchtigt, da Gesichtsmasken die Schallamplitude dämpfen und vor allem die bei der Sprache verwendeten Frequenzbänder absorbieren können.

Zweitens wird das visuelle Signal von den Lippen vollständig blockiert. Während die meisten Menschen dies vielleicht nie bemerkt haben, wird dieses Signal von Menschen zur Unterstützung des Sprachverstehens verwendet. Von der Geburt bis zum Alter von etwa 8 Monaten schauen Säuglinge auf den Mund ihrer Mutter, um den Schallstrom in sinnvolle Einheiten (Phoneme) zu zerlegen und so ihre Muttersprache zu erlernen.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Spielende Familie

Im Abschnitt 6. dieses Artikels geht Spitzer dann sehr detailliert auf die Auswirkungen der Maske im schulischen Kontext ein. Weil mein Artikel hier schon wieder droht, jegliche Aufmerksamkeitsspanne zu sprengen, beschränke ich mich auf die Zusammenfassung dieses Abschnitts:

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Erkennen und Reagieren auf die nach außen gerichtete emotionale Darstellung der Gesichter Gleichaltriger eine kritische und notwendige Komponente der sozialen Interaktion in Schulen ist. Sie hilft Schülern und Lehrern, ihr Verhalten zu ändern, um sich an soziale Kommunikations- und Verhaltensnormen anzupassen.

Wenn diese emotionalen Darstellungen durch Gesichtsmasken gehemmt werden, wird unsere Fähigkeit, effektiv miteinander zu kommunizieren, reduziert, und es bleibt uns in erster Linie die Nachahmung negativer (Stirnrunzel-)Emotionen.“
(Quelle, übersetzt mit DeepL)

Kritisch ist sie deshalb, weil Spitzer aufzeigt, dass positive Gesichtsausdrücke vor allem mit der Gesichtspartie ausgedrückt werden, die durch die Maske verdeckt sind. An Augen und Stirn, die unverdeckt sind, werden eher negative Gesichtsausdrücke sichtbar. Wenn man dies mit der Tatsache verknüpft, wie stark Emotionen und ein positiver Lernverlauf zusammenhängen, dann hat die Maske indirekten Einfluss auf den Schulerfolg über die mangelhafte soziale Atmosphäre in der Klasse und sogar direkten Einfluss, weil Emotionalität in der Lehrer-Schüler-Beziehung, die sich in der Didaktik ausdrückt, eine große Rolle spielt.

Zusammenfassung

Die hier aufgeführten Studien wurden von mir zusammengetragen und bewertet. Dieses Zusammentragen und Bewerten kann nie vollständig objektiv sein, weshalb ich jeder und jedem empfehle, sich diese Studien einfach selbst anzusehen. Im „Abstract“, unter „Conclusion“, „Results“ oder „Discussion“ sind meist die wesentlichen Punkte zusammengefasst, auch wenn dort entscheidende Details nicht mitaufgeführt werden können.

Wer nicht in der Lage ist, das Fach-Englisch vollständig zu verstehen, dem empfehle ich die Software DeepL, die ich aus zeittechnischen Gründen für das Übersetzen aller Zitate hier verwendet habe. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, über google/scholar weitere wissenschaftliche Artikel zu recherchieren. Dabei sollte man die englischen Ausdrücke verwenden, um mehr Ergebnisse zu erhalten.

Die hier aufgeführten Studien haben eine zentrale Aussage gemeinsam: Das Maskentragen hat vermutlichen einen gewissen Effekt auf die Übertragung von Viren. Wie hoch man diesen Effekt einschätzt, ist jedoch abhängig von der Situation, dem Maskentyp, dem Umgang mit der Maske und der Infektiösität der Maskenträger. Außerdem sei die Maske nur ein Teil der Pandemiebekämpfung, dessen Effekt nur im Zusammenspiel mit den anderen Mitteln überhaupt zu Stande kommt. Der Wirkungsgrad der Maske konnte bisher nirgends wirklich belegt werden.

Nur FFP-2 Masken bieten einen guten Schutz, sind aber unbequem, teuer und nicht für den Dauergebrauch im Alltag gedacht. Medizinische Masken müssen mit großer Umsicht verwendet werden und dies nur einmalig und für relativ kurze Zeit. Handgemachte Masken haben noch schlechtere Schutzwerte und müssen ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Absolut zentral ist auch die Erkenntnis, dass in der ausgeatmeten Luft generell sehr wenige Viren festgestellt werden konnten.

Uneinig sind sich die Forscher dahingehend, ob das „Corona-Virus“ überhaupt über Aerosole übertragen werden kann, ob nicht-symptomatische Infizierte infektiös sind und ob die Pandemie anders verlaufen wäre, wenn weniger oder keine Maskenverordnungen eingesetzt worden wären. Beispielsweise hat diese Studie aufgezeigt, wie in jedem untersuchten Land unabhängig von den verhängten Maßnahmen, die Pandemie ähnlich verlaufen ist.

Die wenigsten Studien – und das halte ich für absolut fatal – berücksichtigen die Kehrseite einer allgemeinen Maskenpflicht. Zu gesundheitlichen Nebenwirkungen und unerwünschten Effekten auf das soziale Zusammenleben herrscht breites Schweigen, weshalb nur die sogenannten „Corona-Skeptiker“ und  nur vereinzelt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Schattenseiten der Maskenpflicht hinweisen.

Wie wir gesehen haben, sind diese Auswirkungen auf die Entwicklung der Kleinkinder und den Lernerfolg der Schüler erheblich. Außerdem kann es zu Kopfschmerz, Leistungsabfall, Hyperkapnie, dermatologischen Infekten auf der Gesichtshaut und sogar einer Verstärkung der Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus führen. Ganz zu schweigen von dem enormen Ressourcenverbrauch und der zunehmenden Umweltverschmutzung wegen der Produktion und des Gebrauchs zahlloser Einweg-Masken.

Persönliche Meinung

Ursprünglich sind wir vom epidemiologischen Bulletin des Robert-Koch-Instituts vom 7. Mai ausgegangen. Diese Bulletins bilden die Blaupause im Umgang mit dem Corona-Virus in Deutschland. Wie wir sahen, sind die Untersuchungen bezüglich der Masken, die das RKI damals anführte, durchaus kritikwürdig. Bis heute ist uns die Wissenschaft eindeutige Ergebnisse bezüglich den Eigenschaften des „Corona-Virus“, dessen „Übertragbarkeit“ und „dem Effekt der Maskenpflicht“ schuldig. Zu möglichen Bedenken zum Thema „Maskenpflicht“ schreibt das RKI:

„Aus diesem Grund kann das Tragen von [Mund-Nasen-Bedeckungen] im öffentlichen Raum vor allem dann im Sinne einer Reduktion der Übertragungen wirksam werden, wenn sich möglichst viele Personen daran beteiligen.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass es Personen gibt, die aufgrund von Vorerkrankungen den höheren Atemwiderstand beim Tragen von Masken nicht tolerieren können. […]
Dabei sind immer die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen und deren unerwünschte Auswirkungen sorgsam gegeneinander abzuwägen.“
(Quelle, S. 4-5)

Dieses Zitat aus dem Bulletin mahnt uns, tolerant gegenüber Menschen zu sein, die keine Maske tragen können. Ein weiteres Indiz, wie wenig tatsächlich auf die Wissenschaft gehört wird.

Für mich persönlich werden hier auf Verdacht eines möglichen Nutzens der allgemeinen Maskenpflicht, die offensichtlich wenig belegbar ist, zahlreiche andere bereits schon messbare Schäden und absehbare Langzeitfolgen, deren Ausmaß wir noch gar nicht abschätzen können, in Kauf genommen.

Nach den Aussagen von Manfred Spitzer könnte das Corona-Jahr eine ganze Generation an emotional unterentwickelten Kleinkindern und psychisch traumatisierten Schülern hervorbringen. Zudem isolieren wir Kranke, Alte und Schwache, die teilweise in ihren letzten Lebensstunden nicht von ihren Angehörigen begleitet werden können.

Mein ganz persönliches Empfinden bei einer immer breiter ausgebauten Maskenpflicht ist einfach nur blanker Horror. Die Abneigung, die ich ohnehin zum hektischen Treiben in der Freiburger Innenstadt verspürte, steigerte sich in diesem Jahr nochmals dramatisch.

Mir raubt die Verhüllung meiner Mitmenschen jegliche Lebensfreude und ich fühle mich persönlich gedemütigt, wenn ich eine Maske tragen muss. Außerdem stört mich diese starke Einschränkung meiner Freiheit enorm, da ich immer schon ein sehr freidenkender und -handelnder Mensch war.

Peace-Symbol

Ich liebe Deutschland für seine Freiheit und Freiburg für seine Offenheit und Liberalität. In diesem Jahr ist es mir aber schmerzlich bewusst geworden, wie zerbrechlich das dünne Gerüst der Freiheit ist und wie schnell die bunte Liberalität Freiburgs verblassen kann, wenn die staatsgemachte Angst Einzug hält.

Meine Motivation, Mitmenschen zu treffen, in die Kletterhalle zu gehen und allgemein im Leben vorwärts zu schreiten, nimmt derzeit schrittweise ab. Mit meiner Arbeit auf diesem Blog und den Gesprächen in meinem nahen Umfeld schaffe ich es, mir einen Rest positiver Energie noch zu bewahren.

Wie lange dies noch möglich sein wird – keine Ahnung.


Alle hier angesprochenen Artikel im Überblick:

Bulletin des RKI:

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20.pdf?__blob=publicationFile

Besprochene Studien:

(1)  https://www.nature.com/articles/s41591-020-0843-2#Sec4

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2440799/

(3) https://aricjournal.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13756-020-00763-0

(4) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7491844/

(5) https://eurjmedres.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40001-020-00430-5

(6) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7417296/

Chinesische Studie zu Kindern:

Klicke, um auf peds.2020-0702.1.full.pdf zuzugreifen

Statistische Studie zu Pandemieverlauf:

Klicke, um auf w27719.pdf zuzugreifen


von Marco Lo Voi

2 Antworten auf “Die Maskenpflicht – Was weiß „die Wissenschaft“ wirklich?”

  1. Ich denke, das Hauptproblem ist der menschliche Aktionismus. Dieses „irgendetwas müssen wir doch tun!“. Da erscheint es dann „sicherer“, nicht so genau wissen zu wollen, welchen Nutzen und Schaden Masken denn wirklich haben, denn das würde viele der panischen Menschen verunsichern und nach „wirksameren Maßnahmen“ rufen lassen, fürchte ich (was das dann für Maßnahmen sind, und wieviel Sinn diese machen, scheint wiederum völlig egal zu sein). Für Politik und auch für die meisten Menschen ist es leider offenbar völlig undenkbar, weniger zu tun „im Kampf gegen das Virus“. Vertrauen in den eigenen Körper und dessen Immunkräfte ist nicht besonders ausgeprägt. Kenntnisse zur Steigerung dieser Kräfte auch nicht. Stattdessen Panik, wenn es gegen ein Virus keine „wirksamen“ Medikamente (oder Impfungen) gibt. Aus meiner Sicht ein sehr zweifelhafter „Erfolg“ der Pharmaindustrie durch viele Jahrzehnte Brainwashing. … . Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Maren,

      es freut mich, dass du meine Beiträge immer aktiv verfolgst.

      Ich stimme dir im Grunde genommen zu. Dennoch bleibt die Frage, wer die Urheber der Panik sind, die uns durch Medien und Politik vermittelt wird. Wenn man bestimmte Äußerungen hört, dann scheinen einzelne Politiker und ebenso unsere Kanzlerin wissenschaftliche Erkenntnisse oder Fragezeichen entweder nicht zu kennen, was ich nicht glaube, oder aber bewusst zu ignorieren. Wenn es der Politik wirklich um die Gesundheit der Menschen ginge, dann würde es auch meiner Sicht sinnvollere und vor allem gezieltere Maßnahmen geben, als eine universale Maskenpflicht und scharfe Überwachung aller Bürger. Für mich wirkt das leider so, als würde die bewusst geschürte Angst ausgenutzt, um Einzelbefugnisse der Politiker und die Überwachung der Bürger schrittweise zu erhöhen.
      Außerdem glaube ich, dass die Maske vor allem als Züchtigungsmaßnahme eingesetzt wird, bis die Pharmaindustrie mit Mitteln und Impfstoffen um die Ecke kommt, die uns nicht sofort wirklich krank machen. Dieser „Aktionismus“ der Politik soll zudem zeigen, dass die Bevölkerung Schuld ist, wenn die „Infektionszahlen“ steigen. Private Feiern, Urlaub, sich mit Freunden treffen, all dies sind die „Verfehlungen“ der asozialen und unvorsichtigen Bürger, der Maskenverweigerer, Pandemieverharmloser und Corona-Leugner, die diese Krise vorantreiben. Die Politiker tun ja schon ihr „Bestes“. Mehr Maske, mehr Freiheitsberaubung – und wenn es nicht funktioniert, dann einfach mehr Maske und mehr Freiheitsberaubung… Wie und wann das Ganze enden soll, darüber spricht niemand.

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

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