divide et impera – „Schwarze“ und „Weiße“

Ein rassistischer Mord

Eine Welle der Empörung geht durch die Welt. Ein Video, das die tödlich geendete Festnahme an dem Afroamerikaner George Floyd zeigt, sorgt derzeit vor allem in den USA für extrem aufgeheizte Stimmung.

Wer sich das Video ansehen möchte, der kann dies unter folgendem Link tun.

CNN-Artikel zur Festnahme von George Floyd.

Vorweg sei betont, dass diese Gewalttat gerecht verurteilt werden muss. Vier Beamte sind ganz eindeutig für den Tod eines Menschen verantwortlich und müssen dafür gerichtlich zur Rechenschaft gezogen werden. Die Anklage wurde inzwischen auf alle Mittäter ausgeweitet.

Da der Mord von weißen Menschen an einem afroamerikanischen Bürger verübt wurde, wird hier von rassistischen Motiven ausgegangen. Dies ist angesichts der Geschichte der USA, den Gefängnisstatistiken und polizeilicher Tötungsdelikte der Vergangenheit auch naheliegend.

Trauriger Alltag

Ein Video, das eine solche Tat zeigt, erzeugt bei jeder und jedem sehr starke Emotionen. Von Hass, über Trauer, Bestürzung, Wut, Genugtuung, Mitgefühl und Entsetzen ist hier mit Sicherheit alles dabei. Ganz nüchtern betrachtet, insofern dies bei einem solchen Fall möglich ist, kann man hier von einem dokumentierten Ereignis sprechen, das extreme Gemütsbewegungen auslöst.

Für einige Kommentatoren ist dies nun die Ursache für die extremen Proteste in den USA. Was zwar viele irgendwie wissen, aber nie so recht präsent haben, ist eine bittere Tatsache: Polizeigewalt ist in den USA schon lange Zeit ein Problem. Darunter sind wahrscheinlich auch Straftaten mit rassisstischen Beweggründen.

Verwirrende Datenlage

Ohne Zweifel: Der Tod des Menschen George Floyd ist wirklich schlimm. Viel schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass er keinen Einzelfall darstellt. Laut dieses Artikels des BR sei es jedoch unmöglich, repräsentative Daten für Polizeigewalt speziell hinsichtlich der Frage nach der Hautfarbe der Opfer beziehungsweise der Täter zu bekommen. Auch dieser Artikel passt nicht so recht in die allgemeine Erzählung.

Dort wird eine Studie zitiert, in der nachgewiesen wurde, dass Afroamerikaner häufiger durch afroamerikanische Polizeibeamte erschossen werden, als durch weiße. Ja, denn auch Afroamerikaner sind bei der Polizei und damit ebenfalls Angeklagte im Rassismus-Vorwurf. Offiziell werde jedoch darüber keine Statistik geführt. Allein diese Tatsache legt aus meiner Sicht Zeugnis über die defizitäre Lage der US-amerikanischen Exekutive ab.

Dennoch haben diese Artikel mich stutzig gemacht, woraufhin ich mich selbst auf die Suche nach „vertrauenswürdigen“ Daten machte. „Vetrauenswürdig“ steht hier in Anführungszeichen, weil es natürlich allein von der subjektiven Interpretation abhängt, welche Daten man nun als „repräsentativ“ oder „glaubwürdig“ ansieht. Dennoch müssen wir damit arbeiten, was wir bei unseren Recherchen finden.

Statista weist beispielsweise folgende Zahlen nach:

(Quelle)

Wenn ich die Statistiken der letzten Jahre richtig deute, dann wurden in den Jahren 2015 bis 2018 laut der Washington Post, die hier für diese Grafik die Quelle sein soll, beinahe mehr Weiße von der Polizei erschossen als Schwarze und Hispanos zusammen. Erst im Jahre 2019 gingen Zahlen insgesamt deutlich zurück und zugleich nivellierte sich auch das Verhältnis zwischen den Ethnien.

Dennoch wurden laut dieser Statistik im vergangenen Jahr mehr Weiße als Schwarze erschossen. Ich muss ehrlich gestehen, wie verwundert ich angesichts dieser Statistik war. Zur Einschränkung: Hier handelt es sich um absolute Zahlen. Außerdem gehen Tötungen ohne Waffengewalt in diese Statistik vermutlich nicht ein.

Die nächste Frage, dich ich mir stellte, war, woher dann der stetige Rassismus-Vorwurf kommt? Daraufhin stieß ich auf diesen Artikel vom 27.05.2020. Statista hat an diesem Tag folgenden Artikel veröffentlicht. Dort wurde folgende Graphik präsentiert:

(Quelle)

Hier sehen wir, dass im Zeitraum von 2015 bis 2020 zwar mehr Weiße (2385) als Schwarze (1252) getötet wurden, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung jedoch prozentual (30/1 Mio. vs. 12/1 Mio.) gesehen mehr Schwarze ums Leben kamen. Hier wird deutlich, wie eine andere Darstellung derselben Daten plötzlich zu einer ganz anderen Aussagen führen kann.

Lassen sich hier Parallelen zu den Corona-Statistiken erkennen?

Ein Artikel der NZZ führt weitere Grafiken an, die rassistische Tendenzen der US-Exekutive aufzeigen. Da von offizieller Seite keine Daten vorhanden sind, ernannte sich die Washington Post, von der viele der Statistiken stammen, zu einer eigenständigen Datenbank. Sie kommt laut eigener Aussage folgendermaßen zu ihren Daten:

„by culling local news reports, law enforcement websites and social media, and by monitoring independent databases such as Killed by Police and Fatal Encounters. The Post conducted additional reporting in many cases“

Das heißt, sie entnehmen die Daten aus Artikeln lokaler Zeitungen, Strafverfolgungs-Webseiten, sozialen Medien, aus eigenen Meldungen und den Datenbanken „Killed by Police“ und „Fatal Encounters“ . Diese Datenbanken wiederum beziehen ihre Daten ebenfalls aus lokalen Zeitungsmeldungen, Meldungen von Zivilisten („crowdsourced data“), weiteren Einzelpersonen und bezahlten Exploratoren. Gleichzeitig weisen sich die einzelnen Plattformen teilweise gegenseitig als Quelle aus.

Das CPE, von dem ebenfalls zwei Grafiken aus dem NZZ-Artikel stammen,  bezieht ihre Daten für beispielsweise diesen Bericht von zwölf verschiedenen „agencies“ . Welcher Art diese Agenturen sind, geht nicht aus diesem Bericht hervor, der meiner persönlichen Meinung nach nicht gerade dem entspricht, was ich unter wissenschaftlich vorbildlich verstehe. Die Autoren sind natürlich nicht verpflichtet, ihre Quellen zu veröffentlichen. Aber es sollte zumindest geklärt werden, welcher Art diese „Agenturen“ sind, weil die Datenlage somit äußerst intransparent bleibt.

Ich habe nun mehr als eine Stunde damit zugebracht, mich durch die verschiedenen Datenbanken zu klicken. Bis auf die erste Statista-Grafik kommen alle anderen Portale zum eindeutigen Ergebnis, dass Schwarze deutlich häufiger Opfer polizeilicher Gewalt werden.

Problematisch an diesen einzelnen Portalen sind jedoch die teilweise sehr zirkelschlussartigen Datenquellen. Natürlich muss man irgendwie an Daten kommen, wenn die einzelnen Polizeidienststellen diese nicht aufzeichnen. Dennoch wecken vor allem die Plattformen „Fatal Encounters“ , hinter der nur die Einzelperson Brian Burghart steht, und „Killed by Police“ , deren Verantwortliche unbekannt bleiben, bei mir eine gewisse Skepsis.

Ob die Daten nun von offizieller Seite oder von engagierten Bürgerjournalisten, bezahlten Selbständigen und im Nebel verharrenden Idealisten stammen, sagt natürlich zunächst nichts über ihre Glaubwürdigkeit aus. Ich bin der Letzte, der eine staatliche Quelle automatisch als „vetrauenswürdiger“ einstuft, als Meldungen aus der Bevölkerung. Diese Umstände sollten aber dennoch kritisch beleuchtet werden.

Menschen gehen auf Grund dieser Statistiken und den darauf aufbauenden Artikeln und Reportagen auf die Straße, um teilweise friedlich teilweise aber auch gewalttätig zu demonstrieren. Sich gegen Rassismus auszusprechen, ist grundsätzlich eine gute Sache. Dennoch sollte man stets hinterfragen, wie die Aussagen zustande kommen, die einen Einfluss auf die persönliche  Meinung haben.

Aber wie ich bereits vielfach an anderer Stelle angemerkt habe: Aussagen, die ins eigene Weltverständnis passen, nimmt man tendenziell bereitwilliger auf.

Die öffentliche Wirkung

Wer macht sich schon die Mühe und geht solch wirkungsmächtigen Statistiken wirklich auf den Grund? Vielleicht ein Bruchteil aller Leser? Sind die Daten – und stammen von noch so zwielichtigen Plattformen – einmal auf journalistischen Größen wie der Washington Post erschienen, genießen sie automatisch Glaubwürdigkeit.

Folglich werden sie fröhlich von Zeitungen wie der NZZ übernommen, die sich nicht die Mühe machen können oder wollen – ich weiß es nicht – und verbreiten sich auf diese Weise international wie ein Lauffeuer. Ihre öffentliche Wirkung ist also immens. Artikel, wie der oben zitierte Beitrag des „BR“, werden dann ziemlich schnell als Gegenmeinung zum herrschenden Diskurs gewertet, obwohl sie lediglich genau hingucken, auf welcher Grundlage die gesellschaftliche Marschrichtung entstanden ist.

Wenn man auf vergleichbare Art und Weise jedoch Steuerbetrug großer Konzerne oder Finanzflüsse zwischen Wirtschaft, Politik und großen Medienhäusern „nachweisen“ würde, würden diese „Nachforschungen“ von unseren Zeitungen vermutlich sehr schnell in der Aluhut-Kategorie eingeordnet werden.

Nichtsdestotrotz herrscht überall auf der Welt Ungerechtigkeit, die sich beispielsweise in Form von Schwarz gegen Weiß, Islam gegen Christentum und Juden gegen den Rest äußert. In den USA sind die Auswirkungen der Corona-Krise jedenfalls noch um einiges katastrophaler als beispielsweise in Deutschland. Das liegt jedoch weniger am Virus selbst, als an einem absolut löchrigen Sozialstaat. Wer in den USA nicht arbeiten kann oder seinen Job verliert, läuft Gefahr, schnell in die Illegalität und/oder die völlige Verarmung abzurutschen. Diese Entwicklungen wurden durch den wirtschaftlichen Lockdown im Zuge der Krise nochmals beschleunigt.

Baum mit Stadt in der Krone

Zwar sind die Zahlen geringer als erwartet, aber derzeit werden ja auch unglaublich hohe Summen in die Wirtschaft gepumpt, um die Löcher, die der globale Lockdown in die Finanzflüsse gerissen hat, noch behelfsmäßig zu stopfen. Das heißt, große Firmen werden wiederum mit den Steuergelder der Arbeiterinnen und Arbeiter durchgefüttert, während sie dieselben reihenweise auf die Straße setzen und kleine Firmen, die in finanzielle Nöte geraten, günstig aufkaufen. Dies nennt man Monopolbildung.

Die Wut über diese soziale Ungerechtigkeit, die alle, schwarze wie weiße und alle anderen US-Bürger gleichermaßen betrifft, hat sich über Jahre angestaut. Immer wieder kam es zu Unmutsbekundungen wie beispielsweise die „Occupy Wallstreet-Bewegung“ . Diese Bewegung wurde ebenfalls trauriges Opfer der „divide et impera“-Strategie, wie dieser Artikel hier sehr gut veranschaulicht. Diese Entwicklungen wurde hierzulande auch vereinzelt erkannt und kommentiert.

Was wir jedoch derzeit erleben, ist eine gewalttätige Protestbewegung in neuem Ausmaß. Der offizielle Grund: ein rassistischer Polizeimord.

Die Lenkung der öffentlichen Wahrnehmung

Die USA haben eine dunkle und blutige Geschichte, in der Rassismus und vor allem Kolonialismus, der aus meiner Sicht der eigentliche Grund für die Entwicklung eines ausgeprägten Rassismus ist, eine große Rolle spielen. Diese Spaltung der Völker und Ethnien reicht bis in die Gründungsgeschichte der USA zurück. Nach wie vor herrscht eine zu hohe Ungerechtigkeit innerhalb des imperialen Staatenverbundes, in der sich tiefer gehende Problematiken auf oberflächlicher Ebene abzeichnen.

Mit tiefergehenden Problematiken meine ich natürlich das weltumspannende Wirtschaftssystem mit seiner Finanz- und Kriegspolitik – wer hätt’s gedacht. Die Aufstände, die sich in den USA derzeit abspielen, sind nicht alleinig auf eine Artikulation gegen rassistisches Handeln der Polizei zurückzuführen. Hier artikuliert sich aus meiner Sicht die gesamte Unzufriedenheit einer unterdrückten und ungerecht behandelten Bevölkerung.

Bäume

Es wird also ein stark emotionalisierendes Video als öffentliches Aushängeschild für die vielen Protestbewegungen in den USA angeführt. So, als sei jeder Mensch, der sich an den zerstörerischen und gewaltsamen Proteste, die ebenso gewaltsam niedergeschlagen werden, nur an Gleichberechtigung interessiert.

Die Frage nach den tiefer liegenden Problematiken, die Systemfrage wird erneut nicht gestellt. Es ist aus meiner Sicht vor allem eine generelle soziale Ungerechtigkeit, die hier aus den Menschen spricht, die natürlich mit anti-rassistischer Haltung in vielen Fällen einhergeht, aber nicht zwingend alleiniger Anlass ist.

Alles wegen Rassismus?

Wie haben diese Proteste eigentlich angefangen? Es gibt ein Beweisvideo, das angeblich zeigt, wie die ersten Scheiben eingeschlagen wurde:

Zuvor spielten sich die Proteste völlig friedlich vor der Polizeistation in Minneapolis ab, in der sich die mutmaßlichen Täter befanden. Dann erschien diese ominöse Gestalt mit Regenschirm. In dem Video ist erkennbar, dass es sich hier um einen weißhäutigen Mann handelt, der an einem sonnigen Tag in aller Seelenruhe die Scheiben eines Geschäftes einschlägt.

Ich kenne mich nicht mit Protesten gegen Polizeigewalt aus, doch mir erschließt sich der Sinn hinter dieser „Protestaktion“ nicht so recht. Mithilfe der soziologischen „Broken-Window-Theorie“ könnte man jedoch vermuten, dass hier von unbekannter Seite bewusst eine Straftat in Form von Sachbeschädigung ausgeführt wurde, um damit eine ganze Reihe dieser Straftaten in Gang zu setzen. Das Ergebnis: Heute sehen wir, wie ganze Stadtviertel verwüstet werden. Natürlich gibt es nach wie vor friedliche Proteste, wie sie zunächst ja auch allesamt begannen, aber warum eskalieren einzelne Demonstrationen derart?

Welche politische Aussage hat es, wenn Protestlerinnen und Protestler anfangen, wahllos Geschäfte zu zerstören und zu plündern? Ist ihnen nicht bewusst, dass der Eigentümer eventuell sogar ein Afroamerikaner oder eine Afroamerikanerin sein könnte, der auf Grund des „beherzten Einsatzes gegen Rassismus“ der politischen Aktivisten nun eventuell einen wirtschaftlichen und damit sozialen Bankrott erleben kann?

Versteht die sogenannte antikapitalistische Antifa nicht, wie die wahllose Zerstörung und Plünderung von Geschäften den wirklichen Turbokapitalisten in die Karten spielt? Wenn bei diesen Zerstörungen kleine Läden betroffen sind, dann werden damit Existenzen von durchschnittlichen Familien gefährdet. Somit wird der Markt für große Ketten und Konzerne bereinigt, weil lokale Wettbewerber wegfallen.

Das alleinige Zerstören von Filialen größerer Ketten und Konzerne bewirkt ebenfalls wenig, da diese höchstwahrscheinlich ausreichend versichert sind. Damit ist der verursachte Schaden nur eine Vernichtung von Sachwerten, die in Form von Geld wieder auf den Konten der Inhaber landen. Mit diesem Geld werden sie erneut konsumieren, um den verursachten Schaden zu ersetzen. Dies verzehrt Ressourcen und treibt die Vernichtung der Umwelt nur weiter voran.

Gleichzeitig werden große Versicherungsunternehmen nur noch größer, weil mehr und mehr Geschäftsleute Versicherungen abschließen, da sie Angst vor willkürlicher Zerstörung haben werden. Zerstörung und Neuproduktion sind nämlich der eigentliche Antrieb des kapitalistischen Systems, weshalb Kapitalismus und Kriege immer im teuflischen Duo auftreten werden.

Zusammenfassung und persönliche Bewertung

Ja, Rassismus und Antisemitismus sind nach wir vor Probleme, die es anzugehen gilt. Nur müssen wir uns fragen, wie wir diese Probleme angehen. Steine durch Scheiben werfen? Menschen ausgrenzen? Schuldige suchen? Uns gegenseitig beleidigen?

Erkennen wir denn nicht, wie widersprüchlich wir handeln? Wir fordern Frieden mit einer aggressiven Haltung. Wir fordern Gleichberechtigung mit einer ausgrenzenden Haltung. Wir fordern Veränderung mit einer starren Haltung. Wir fordern Handlungen mit völlig passiver Haltung.

Während Demonstrationen in größerem Rahmen in den letzten Monaten mit einer massiven Gefährdung für unser aller Gesundheit gleichgesetzt wurden, fanden sich am vergangenen Wochenende tausende Menschen auf engem Raum ein, um gegen Rassismus einzustehen.

(Aufnahme von der Rassismus-Demonstration in Freiburg 06.06.2020 – Quelle: privat)

Und das nur, weil dieser Protestanlass von den Medien und der Politik als legitim angesehen wurde, während Demonstrationen im Zeichen des gefährdeten Grundgesetzes als völlig unnötig, weil gefährlich und unbegründet stigmatisiert wurden.

Seht ihr denn die Widersprüche nicht?

Während sich in Deutschland die Proteste auch friedlich abspielten, ging es in den USA teilweise sehr zerstörerisch zu. Der eigentliche Akt der Spaltung findet hier nicht zwischen Weißen und Schwarzen statt, sondern zwischen Bürgern im Staatsdienst, also der Polizei, die weisungsgebunden handeln müssen und zu Recht wütenden Bürgern auf der anderen Seite. Die politische Führungsriege, die eigentlich die Macht hätte, etwas zu ändern, wird von einer instrumentalisierten Bürgerschicht, den Beamtinnen und Beamten der Einsatzkräfte geschützt.

Die Protestenergie entlädt sich also an den unbezwingbar hochgerüsteten Polizeikräften, während sich die Urheber für all die Verhältnisse, in denen alle Bürger, also auch die Bürger hinter den Vollvisierhelmen der Polizeibeamten, leben müssen, hinter ihrem menschlichen Schild verbergen. Diese Kräfte der zweitweise wütenden Massen dürfen sich an diesem Schild entladen, damit sie sich diese Menschen wieder folgsam in die kapitalistische Gesellschaftsordnung einfinden können, nachdem vielleicht hier und da ein Amt neu besetzt oder irgendein ein belangloses Gesetz verändert wurde.

Ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, wie hinter diesen zerstörerischen Akten wirklicher idealistischer Aktivismus im Zeichen des „Anti-Faschismus“ stehen kann. Meiner Analyse nach vermischen sich hier staatliche Akteure der zahlreichen Geheimdienste mit bezahlten „Agent Provocateurs“ und einer Vielzahl an idealistisch motivierten aber leider unwissentlich instrumentalisierten weil zu Recht wütenden Bevölkerung, die deren Fokus vom System weglenken und auf andere Feindbilder, in diesem Fall der „weiße, männliche Polizeibeamte“ projezieren.

Das Ergebnis ist eine weitere tiefe Spaltung der Gesellschaft, weil nun jeder (weiße) Mensch, der in einer Polizeiuniform steckt, automatisch zum Rassisten erklärt wird. Tja, schade lieber weißhäutiger Thomas und lieber rothaariger Ronald und wie ihr nicht alle heißt, die sich überlegt haben, Polizist zu werden. Wenn ihr Polizeibeamte werdet, dann seid ihr leider Rassisten.

Merken wir denn nicht, wie wir hier Diskriminierung mit Diskriminierung ersetzen wollen?

Ich schließe mich auch nicht dem ausgrenzenden Motto „Black Lives Matter“ (Das Leben Schwarzer zählt) an.

Für mich gilt:

EVERY Life Matters!

Jedes Leben zählt!


von Marco Lo Voi

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