Droht jetzt der 3. Weltkrieg? – Mit Pauken und Trompeten in den Abgrund

Krieg folgt auf Krieg

Seitdem das große C-Virus unsere westliche Welt für fast drei Jahre in seinen Angstkrallen gefangen hielt, hat die Berichterstattung um die Eskalation in der Ukraine mit der völkerrechtswidrigen Invasion durch Russland das C-Virus von den Titelblättern gefegt. Nun muss sich dieser brutale Krieg die großen Leitartikel und Aufmacher mit einem neuen Brandherd teilen: Die Eskalation der ewigen Auseinandersetzung zwischen Israel und den Palästinensern. Die Meldungen um den blutigen Mord an hunderten Unschuldigen an der Grenze zum Gaza-Streifen und in Südisrael hat wohl inzwischen jeden von uns erreicht.

Bewaffnete Truppen der Hamas haben eine friedliche Versammlung israelitischer Menschen brutal überfallen und ein Blutbad angerichtet. Dieser Angriff ist absolut zu verurteilen und eine schreckliche Tat. Während das Sterben in der Ukraine weitergeht, entbrennt nun der heilige Zorn Israels und 300.000 Soldaten wurden binnen weniger Stunden mobilgemacht. Das israelische Staatsoberhaupt Netanjahu kündigte an: „Jedes Mitglied der Hamas ist ein toter Mann“. Was heißt das? Israel riegelt den Gaza-Streifen komplett ab und begibt sich in einen gefährlichen Häuserkampf mit der rebellischen Miliz. Ungefähr 2 Millionen Menschen wohnen aktuell im Gazastreifen . Darunter sollen sich nach Schätzungen rund 30.000 Hamas-Kämpfer befinden. Um diese zu finden und zu vernichten, möchte Israel demnächst beginnen, Gaza neben bereits erfolgten Raketenangriffen mit einer Bodenoffensive zu attackieren (Quelle). Der seit den 50ern unter sehr ungleichen Gegnern geführte Konflikt soll nun durch die israelische Operation „Eiserne Schwerter“ ein blutiges Ende finden.

Soldat

Eine kleine Rückschau

Der Konflikt um das Territorium, auf dem 1948 das Volk Israels ihren Staat ausriefen, ist nach jüdischem Glauben so alt, wie die Thora, auf die sich gläubige Juden als historische Quelle berufen. Im ersten Teil des Alten Testaments wird erzählt, wie unter der Führung Moses das Volk der Israeliten aus der Sklaverei der Ägypter in die Region Kanaan (Palästina/Israel) zogen, das sie bevölkert vorfanden. Dort fochten sie unter dem Beistand Gottes, um das „Gelobte Land“ als ihre gottversprochene Heimat zu bevölkern. Es folgten viele kriegerische Jahre bis die 12 Stämme Israels unter König David vereint wurden und diese der biblischen Legende nach die Philister besiegten (David vs. Goliath). Die tatsächliche Historie sieht wahrscheinlich anders aus, vor dem Hintergrund dieses biblischen Geschichtsbilds ist aber das Verhalten der Israelischen Regierung zu sehen. Das römische Imperium zerschlug schließlich das jüdische Volk, woraufhin sie bis zur Staatsgründung 1948 auf eben jenem Gebiet, was sie der biblischen Geschichte nach als ihre angestammte Heimat ansehen, immer wieder unter periodischer Verfolgung rund um den Globus litten, die im Holocaust des Zweiten Weltkriegs gipfelte.

Allerdings war das Gebiet, auf dem die heutige Atommacht Israel ihren Staatsgrund hat, in den 50ern ebenfalls besiedelt. Die dort ansässigen Bewohner wurden von diesen Gebieten verdrängt und nach Westen, den heutigen Gazastreifen, und Osten, das sogenannte „Westjordanland“ oder auch „die Westbank“ genannt, nach einem ersten siegreichen Feldzug (Palästinakrieg) schrittweise vertrieben:

(Quelle)

In der obigen Grafik sehen wir in Grün das palästinensische Gebiet und in Braun das von Israel kontrollierte Gebiet. Die schwarzen kleinen Dreiecke stellen israelische Siedlungen im palästinensischen Gebiet dar, die in den letzten Jahrzehnten immer wieder für Unruhen in diesem Gebiet sorgten, da sich die Palästinenser durch diese Siedlungspolitik immer weiter zurückgedrängt fühlen. Diese Situation scheint nicht so recht in die für unsere Zeit schon normal gewordene nationalstaatliche Denkweise zu passen.
Gaza und die Westbank sind vonseiten Israels mit einer Mauer bzw. einem Zaun abgetrennt, um die Sicherheit Israels zu gewährleisten:

(Quelle)

Wie kann es sein, dass das palästinensische Gebiet geteilt ist? Dies liegt daran, dass die Idee, die Welt in Nationen einzuteilen, eine europäische Idee des 19. Jahrhunderts ist und vielen tribal organisierten Regionen, wie dem Nahen Osten, weiten Teilen Afrikas oder auch Südamerikas einfach aufgedrückt wurde. So haben auch die Palästinenser 1988 den Staat „Palästina“ ausgerufen, der von rund 138 Staaten der Welt anerkannt wird – die drei deutschsprachigen Länder erkennen Palästina allerdings nicht als Staat an.

Wir müssen uns vor Augen halten, dass in diesem Gebiet die Menschen in Stämmen organisiert waren, die teilweise nomadisch lebten. Und so war dieses Gebiet in einem ständigen dynamischen Veränderungsprozess über die Jahrhunderte mit Konfliktzeiten und Zeiten der Ruhe. Heute, in dieser modernen Zeit mit festen Grenzen, der internationalen Vernetzung und dieser unverrückbaren Vorstellung davon, welches Stück Land welchem Staat gehört, erscheint es uns absurd, dass darüber noch gestritten wird. Dieser blutige Streit begann in dem dortigen Gebiet aber mit der Landnahme und der Errichtung eines Staatskonstrukts auf einem Gebiet, das zuvor tribal geprägt war.

Dabei vergessen wir aber, dass die allerlängste Zeit der Menschheitsgeschichte Grenzen immer fließend waren, Menschen immer schon wanderten und umherzogen, sich stritten und miteinander Handel trieben, sich mischten und zerteilten. Heute bauen wir Mauern und Zäune, Grenzen und Zölle und zementieren unsere Idee des Nationalstaatendenkens. Aber in eben jenem Gebiet, um das das Volk der Israeliten und das Volk der Palästinenser streiten, ist dieser Prozess eben nach wie vor nicht friedliebend abgeschlossen. Und die Beispiele DDR und BRD, aber auch Ukraine und Russland zeigen uns, dass auch in Europa Staatsgrenzen eben nicht absolut und für ewig sind – schließlich sind es am Ende immer noch die vielen Menschen, die einen Staat ausmachen und nicht die Entscheidungen von einigen Wenigen.

Wer sind die Hamas?

Die Hamas ist eine palästinensische Vereinigung in Gaza, die sich selbst als Rebellen gegen das unterdrückerische und expansive Regime Israels sehen. Unterstützt werden diese arabischen Kämpfer unter anderem durch den Iran, Katar und andere arabische Ländern. Mit kleineren und größeren Nadelstichen führten die Hamas jahrelang einen aussichtslosen Widerstandskampf gegen die Übermacht Israels, das inzwischen Atombomben, einen sehr leistungsfähigen Auslandsgeheimdienst – einige sagen, der Mossad sei der beste Geheimdienst der Welt -, eine hochmoderne Armee und ein automatisches Raketenabwehrsystem (Iron Dome) hat. Aus Sicht des US-geführten Westens, der absolut hinter Israel steht – allen voran Deutschland – ist die Hamas eine Terror-Organisation, die Israeliten tötet.

Es stimmt natürlich, dass die Hamas das Mittel der Gewalt für ihre Zwecke nutzt und die blutige Tat gegen Israel zynisch feiert, was ich zutiefst ablehne. Doch bisher konnte man die Aktionen der Hamas gegenüber der Reaktionen Israels als Mückenstiche gegenüber Elefantenstampfen bezeichnen. Die jüngste Aktion der Hamas ist also durchaus eine neue Dimension der Gewalt seitens der Rebellen-/Terrororganisation gewesen. Auf der östlichen Seite Israels befindet sich direkt angrenzend an Jerusalem die „Westbank“. In der Westbank, die an Jordanien grenzt, gibt es eine noch größere Terror-/Rebellenorganisation, die Hisbollah, die noch besser bewaffnet ist als die Hamas. Diese haben nun ebenfalls ihren Beschuss auf Israel gestartet und so sieht sich Israel vor einem zwei Fronten Krieg.

(Quelle)

„Die anderen haben angefangen!“

Krieg ist Krieg und damit für mich auch mit jeglichen noch so noblen Beweggründen zu verurteilen. Ebenso wie der Ukraine-Konflikt seit 2014 läuft und mit der Invasion Russlands eine Eskalation erfuhr, sind die jetzigen Kampfhandlungen ein helles Auflodern eines alten Brandherds. Jede Seite proklamiert in jedem Konflikt für sich, lediglich auf eine Aggression der anderen Seite zu reagieren oder auf einer heiligen Mission zur Errettung eines Orts oder einer unterdrückten Minderheit zu sein. Diese vorgeschobenen Gründe sind enorm wichtig, um der großen Masse der an sich stets friedliebenden Menschen kriegerische Handlungen als „gerecht(fertigt)“ zu verkaufen. Vor der Zeit der großen Medienrevolution geschah dies durch Institutionen wie der Katholischen Kirche oder einzelnen Symbolfiguren wie Dschingis Khan.

Auch heute sind charismatische und starke Führungspersönlichkeiten noch wichtig. Allerdings ist in den hochentwickelten Teilen der Erde inzwischen die unsichtbare Hand des Medien-/ Propagandaapparates das ausschlaggebende Mittel, die große Bevölkerungsmasse für eine Sache zu begeistern oder gegen eine andere Sache aufzuhetzen. Man kann in den Medien stets sehr gut erkennen, welche Parteilichkeit bezüglich eines Konflikts vorherrscht. So waren es durch die deutsche Mainstreammedien-Brille in Syrien Rebellen, die gegen das Assad-Regime aufbegehrten, in der Ukraine waren auf dem Maidan „friedliche“ Demonstranten aktiv, während die Gegendemonstranten der Maidan-Bewegung „pro-russische“ Separatisten genannt wurden. Derzeit wirken Putschisten in Niger, während in China die Uiguren eine „unterdrückte“ Minderheit sind.

Wenn man Assad oder die Bewohner der Donbass-Region befragen würde, in China die Angehörigen der toten Chinesen durch uigurischen Terror oder das durch Frankreich ausgebeutete Volk Nigers anhören würde, so schätze ich, bedienten sie sich anderer Bezeichnungen für die Vorgänge und die beteiligten Parteien. Lange hat man uns doch vorgebetet, alles sei perspektivisch zu betrachten, jegliche Meinung sei subjektiv oder höchstens intersubjektiv. Aber dies gilt wohl nur für die Frage nach den Gefühlen deines Gegenüber, aber nicht für innerpolitische Realitäten anderer Länder, die die meisten von uns nur aus dem Internet kennen. Außerdem glauben viele immer noch, unsere Medien seien „objektiv“ oder „neutral“ – Wirkliche Neutralität ist kaum herzustellen und bezogen auf eine Thema wie „Israel“ in Deutschland nachvollziehbarerweise nicht vorzufinden.

Mit Pauken und Trompeten in den Abgrund

Egal, wo Gewalt gegen Menschen geht, die sich nicht aktiv dazu entscheiden, an einem bewaffneten Konflikt zu nehmen, bin ich zutiefst betroffen. Ich lehne jegliche Gewalt, Waffenlieferungen in Kriegsgebiete, atomare Bewaffnung und Aufrüstung konsequent ab. Es gibt keine gerechte Gewalt. Der geerdete, normale, unbedarfte Mensch, der all die lebensweltliche Prozesse am Laufen hält – damit meine ich vor allem die Mütter und Väter, Handwerker, Landwirte, Bauern, Viehzüchter, Lehrer, Krankenpflegerinnen und eben all die für eine friedliche Gesellschaft notwendigen Berufe; um ihren Alltag zu gestalten, brauchen sie in erster Linie Frieden. Ohne Frieden können diese Menschen ihrem Lebensinhalt nicht nachgehen und damit eine Gesellschaft stabil und gesund fortentwickeln. Krieg ist immer ein Rückschritt für eine Gesellschaft. Zwar gebiert ein Krieg neue Ideen, die zunächst zur Kriegsführung genutzt werden und dann vielleicht im Nachgang auch eine friedliche Verwendung finden, aber vor allem zerstört Krieg Leben und Lebensgrundlagen, verzehrt Wohlstand und kreative Lebenskraft, liefert einen Grund für nachfolgende Vergeltungskriege und zeichnet eine Narbe in das kollektive Bewusstsein.

Nachdem die beiden Weltkriege den Weg für die USA zur Weltmacht geebnet haben, gipfelt das US-amerikanische Jahrhundert in die Kriegsserie in den arabischen Ländern Libyen, Syrien, Iran, Irak und Afghanistan. Damit wurde ein Zorn in die islamische Seele gegen das gepflanzt, was man „den Westen“ nennt. Jetzt, da Russland offensichtlich der durch den Westen protegierten Ukraine und damit der ganzen NATO die Stirn bietet, scheint die US-geführte NATO wieder besiegbar. Dies bleibt von China und den arabischen Ländern mit dem Iran als große Macht und Ländern wie Saudi Arabien und Katar als superreiche Staaten nicht unbemerkt. Sie formieren Widerstand in Form der BRICS+, schütteln nach und nach den US-amerikanischen Würgegriff ab und werden mutiger.

Die groß angelegte Offensive Israels könnte nun den Iran dazu verleiten, im Konflikt aktiv zu werden. Darum hat Washington, militärisch immer noch übermächtig, ihren modernsten Flugzeugträger losgeschickt, um den Anrainerstaaten zu signalisieren, dass sie sich nicht in die Militäroffensive Israels einzumischen haben. Die USA haben ihre Kriegsstrategien nach dem Rückzug aus Afghanistan verändert. Sie beschränken sich vermehrt darauf, mit ihrer Atom- und Flugzeugträgermacht auf Abschreckung zu setzen, während sie andere Konfliktparteien als Stellvertreter nutzen, um ihre Interesse auf dem Rücken anderer Nationen zu verfolgen. Am offensichtlichsten wurde dies in den letzten Monaten in der Ukraine.

Dieser Krieg ist in erster Linie eine unglaubliche Tragödie für die Zivilbevölkerung der Ukraine. Natürlich leiden auch die Russen darunter. Aber auch ganz Europa und vor allem Deutschland haben in diesem Krieg viel verloren (Stichwort: Nord Stream 2) und sehen sich mit einer massive Flüchtlingskrise im Inland konfrontiert, unter der das deutsche Sozial- und Bildungssystem unter enormen Druck gerät, wie ich aus meinem direkten Umfeld von Personen, die in diesen Sektoren arbeiten, vermehrt vernehme – und wie inzwischen der Kanzler selbst einräumen muss. Außerdem muss Zentraleuropa tatsächlich um seine Sicherheit fürchten, da Deutschland durch seine außenpolitische Kommunikation und die militärische Unterstützung der Ukraine die diplomatische Beziehung zu Russland vollständig zerstört hat und sich meiner Meinung nach effektiv in einem Krieg mit der größten Land und der stärksten Atommacht der Welt befindet – so zumindest die „sehr klaren Worte“ der Außenministerin.

Wie geht es weiter?

Die USA haben ihre militärstrategischen Ziele erfüllt: Chaos im Nahen Osten, ein geteilter Eurasische Kontinent mit einer EU, die glaubt, ganz ungeniert gegen China, Indien und Russland stänkern zu können, ohne nachteilige Konsequenzen zu erleiden. Die Nachteile kann man aber jetzt schon an der Ladenkasse, der Arbeitslage, der Wohnsituation und der über allem lauernden Angstatmosphäre vor Krieg hierzulande spüren. Geostrategisch geht es der USA nur um die Interessen der USA. Eine geschwächte EU, die zu einem zahlenden Kunden für die große Rüstungsbranche in den USA wird und ein geteiltes Eurasien als Prellbock gegen Russland ist genau das, was die Führung der USA sich wünscht (dazu: Auszüge aus dem strategischen Grundlagenwerk „Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft“). Die Rüstungsindustrie freut sich über viele neue Auftragseingänge, nachdem die Waffenlager der NATO für die Ukraine leergeräumt wurden und nun darauf warten, auf Grund der Gefahr aus dem Osten mit neuem tödlichen Gerät gefüllt zu werden. Dazu hat der Kanzler ganz unbürokratisch100 000 000 000€ „Sondervermögen bereitgestellt“ (= Schulden gemacht), um die Rüstungsindustrie zu füttern (Quelle).

Deutschland und ganz Europa steht vor einer Energie und Rohstoffkrise, die sich zuspitzen wird. In Deutschland läuft eine stille Deindustrialisierung, weil die einzigen Triebmotoren, die die deutsche Volkswirtschaft zu einer der weltweit führenden machte, günstige Energie und technisches Know-How waren. Nun haben wir den teuersten Strom der Welt und eine handfeste Gaskrise, weil „irgendjemand“ die wichtigste Pipeline gesprengt hat und man vorgeblich ohnehin nichts vom Russen kaufen will – und gleichzeitig kauft man weiterhin russisches Öl über beispielsweise Indien ein (Quelle) und bezieht russisches Gas über Belgien (Quelle). Während immer Unternehmen abwandern (Quelle), ist davon auszugehen, dass die Immigration auf legalem und illegalem Wege weiter zunehmen wird (Quelle).

Und gleichzeitig bastelt das US-Imperium am nächsten Kriegsschauplatz: Taiwan. Richtigerweise heißt die politische Einheit auf der Insel „Republik China“. Vor dem chinesischen Bürgerkrieg 1949 war „Festlandchina“ die „Republik China“, die 1912 ausgerufen wurde. Dann kam der chinesische Bürgerkrieg, in welchem die republikanischen gegen die kommunistischen Kräfte unterlagen. Die republikanischen Kräfte flüchtete sich auf die Insel Taiwan, die kurz zuvor noch von Japan kontrolliert wurde. Mit dem Sieg der Kommunisten riefen diese in Festlandchina die „Volksrepublik China“ aus, während die republikanischen Kräfte auf Taiwan ihre „Republik China“ konsolidierten. Die „Volksrepublik China“ akzeptierte die „Republik China“ logischerweise nie; und so sah sich die Vereinten Nation dazu genötigt, den Sitz der „Republik China“ (Taiwan) 1971 durch den Sitz der „Volksrepublik China“ zu ersetzen (Quelle). Und Für Festlandchina sind die Taiwanesen also Fahnenflüchtlinge, die faktisch ethnische Chinesen sind.

Darum liegt es für China auf der Hand, dass eine Wiedervereinigung nach deutschem Vorbild angestrebt wird. Ähnlich, wie dies in Korea durch die Spaltung in Nord- und Südkorea geschehen ist, arbeitet die US-Regierung daran, mit Taiwan einen Alliierten aufzubauen, um nach Südkorea, wo die US-Armee nun eine Militärbasis unterhält, auf Taiwan über kurz oder lang vielleicht ein ähnliches Spiel zu treiben, indem es China zu einem Eingreifen provoziert. Dies geschieht derzeit, da Biden mit Taiwan kurz vor einem Waffendeal steht, während US-Kriegsschiffe provokant im Hoheitsgewässer Chinas umherschippern (Quelle). Wer jetzt denkt, was solls, ist doch halb so wild, der möge einmal die Geschehnisse des Koreakriegs recherchieren…

Unwissenheit ist ein Segen – und unser aller Verhängnis

Wenn ich über diese Themen schreibe, fällt es mir schwer, einen Punkt zu setzen. Ich könnte nun noch die Ereignisse in Niger mit einbeziehen oder noch einmal näher auf die atomare Gefahr in der Ukraine eingehen, die Nord Stream 2 Sprengung aufrollen oder die Migrationswaffe als Teil der hybriden Kriegsführung erläutern oder auf die fortschreitende Zensur inländischer Oppositionsmedien hinweisen und so weiter… Auf diesem Blog habe ich mich länger davor gesträubt, diese weltlichen Themen anzufassen, da es wenig heilend erscheint, sich noch tiefer in diese Dinge hineinzuarbeiten. Aber die Ereignisse in Gaza und Israel musste ich irgendwie verarbeiten.

Wie gewohnt versuche ich, mich in meinen Beiträgen nicht nur mit der Taschenlampenansicht an einem singulären Ereignis abzuarbeiten. Die Ereignisse auf der Weltbühne haben immer eine lange Vorgeschichte und netzwerkartige Querverbindungen, die man nur verstehen kann, wenn man wenigstens eine Ahnung von Geopolitik hat. Während die deutsche Medienblase eine Welt zeichnet, die teilweise völlig gegensätzlich zu dem ist, was Medien in anderen Ländern berichten und wir, wenn wir ein Ereignis recherchieren, nur noch GEZ- und andere Mainstreammedien auf der Google-Suche vorfinden, muss sich ein kritischer Geist seinem eigenen Vorwissen und seinen Recherchekünsten bedienen, um Informationen, die man sich mühselig und mit gesunder Vorsicht auf Wikipedia und anderen Medien zusammensucht, in aktiver Geistarbeit anordnen, um ein anderes Bild zu erhalten.

Wenn man jedoch nicht weiß, dass es neben den Narrativen, die in den GEZ-Medien und anderen Formaten widergekaut werden, noch andere Sichtweisen und Informationen gibt, die uns in den genannten Medien systematisch vorenthalten werden, wie soll man dann überhaupt die Möglichkeit erkennen, es gäbe sowas wie eine andere Sichtweise überhaupt. Und wenn dann hierzulande etwas aufkommt, was den Mainstream-Medien widerspricht, so stehen die Faktenchecker, Zensoren und Gatekeeper Gewehr bei Fuß, um diese Informationen mit den uns schon altbekannten Labels zu framen. Glücklicherweise erkennen dies immer mehr Menschen. Dennoch schafft es der Medienapparat, ein Diskussionsklima herzustellen, in dem auch Menschen, die für sich zu einer anderen Schlussfolgerung kommen, immer noch lieber schweigen, um nicht plötzlich als „Verschwörungstheoretiker“ und damit als „Rechter“ und schließlich als AFD-Sympathisant und „Nazi“ dazustehen.

Hierzulande findet zudem seit der russischen Invasion sogar eine schrittweise Umdeutung des deutschen Leitsatzes „Nie wieder Krieg“ statt. Die als Links geltende taz ermuntert uns, endlich den Pazifismus abzulegen (Quelle). Bereits mit der Invasion des Kosovos hat Schröder dieses alte Credo mit den Worten beerdigt: „Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.“

Heute ist eine Grüne Außenministerin höchstselbst als Sprößling einer ehemaligen „Hippi-Partei, die munter Waffenlieferungen in ein Kriegsgebiet auflistet:

„Krieg ist Frieden.
Freiheit ist Sklaverei.
Ignoranz ist Stärke“
(George Orwell, „1984“)

Willkommen in orwell’schen Zeiten!


von Marco Lo Voi

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5 Gedanken zu “Droht jetzt der 3. Weltkrieg? – Mit Pauken und Trompeten in den Abgrund

    • Hallo Gamma Hans,

      könntest du den Inhalt deines Kommentars etwas ausführen? Bezieht sich deine Aussage auf die vorgebliche Staatsform Israels? Und rechtfertigt das Etikett „Demokratie“ damit eine Kette aus Kriegsverbrechen an Zivilisten für die grausame Tat einer Terrororganisation?

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      • Guten Tag Herr M.LV.

        Zitat:

        könntest du den Inhalt deines Kommentars etwas ausführen? Bezieht sich deine Aussage auf die vorgebliche Staatsform Israels? Und rechtfertigt das Etikett „Demokratie“ damit eine Kette aus Kriegsverbrechen an Zivilisten für die grausame Tat einer Terrororganisation?

        Antwort:

        Benjamin Netanjahu, Ministerpräsident von Israel, will die demokratische Ordnung (meine Behauptung) in eine Autokratie umwandeln
        Das Existenzrecht Israels ist unumstösslich
        Die Gräueltaten der Hamas sind ein Verbrechen
        Kriegsverbrechen auf beiden Seiten müssen vor ein Tribunal gestellt werden
        Die Menschenwürde ist universell, unteilbar und absolut

        Mit freundlichen Grüßen
        Hans Gamma

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      • Volle Zustimmung.
        In meinem kommenden Beitrag werde ich zudem ausführen, dass zumindest vor den Vereinten Nation im Zuge der Nachkriegsordnung und der geplanten Befriedung für dieses Gebiet jedoch sowohl der Staat „Israel“ als auch ein Staat „Palästina“ vorgesehen waren. Der Staat „Palästina“ genießt allerdings im Vergleich zum inzwischen zur Atommacht gewordenen Staat „Israel“ aber keinen vergleichbaren Status, was meines Erachtens ein 70-jähriges Versäumnis und einer der Hauptgründe für eben jene Gewaltspirale ist, die wir aktuell beklagen.

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      • Guten Tag Herr M.L.V.

        Zitat:

        Der Staat „Palästina“ genießt allerdings im Vergleich zum inzwischen zur Atommacht gewordenen Staat „Israel“ aber keinen vergleichbaren Status, was meines Erachtens ein 70-jähriges Versäumnis und einer der Hauptgründe für eben jene Gewaltspirale ist, die wir aktuell beklagen.

        Antwort:

        Der Judenhass schreitet weltweit vornan.

        Mit freundlichen Grüßen
        Hans Gamma

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