Gedanken zu: Frust, Sorgen und Angst

Frust

Wenn ich die andauernde Debatte rund um die Corona-Maßnahmen betrachte, ergreift mich tiefster Frust. Der gesellschaftliche Diskurs ist festgefahren. Die Meinungsfronten sind gesetzt und bewegen sich nicht mehr. Die „Maske“ ist zu einem etablierten Symbol gesellschaftlicher Haltung geworden, während sich die Diskussion rund um „Corona“ schon lange nicht mehr um die Gefährlichkeit des Virus dreht, sondern fast ausschließlich um die gesellschaftspolitischen Auswirkungen – so zumindest mein Eindruck. Es geht nicht mehr länger um die Überlastung des Gesundheitssektors. Auch die Todesfälle sind momentan kein Thema mehr. Einzig positive Testergebnisse und die moralischen Bewertungen der „Corona-Demonstrationen“ werden durch die Schlagzeilen gepeitscht.

Im Verhalten an der Öffentlichkeit, im  Umgang mit der Maske und bei Äußerungen zum Thema „Corona-Pandemie“ gelten bestimmte Etikette, die man zu pflegen hat, um nicht als „Covidiot“, „Corona-Leugner“ oder „rechtsesotherischer Verschwörungstheoretiker“ zu gelten. Wenn ich mich in Gesellschaft befinde, meide ich das Thema oder äußere mich dazu nicht mehr. Die Gefahr einer unangenehmen Diskussion ist groß, da Emotionen sehr schnell das Ruder übernehmen, während im Prinzip immer dieselben Argumente gegeneinander angeführt werden.

Wenn man dann schließlich die einschlägigen Tatsachen ausgetauscht hat, bleibt am Ende meist die Aussage der „Maßnahmen-Befürworter“: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Regierungen die eigene Bevölkerung absichtlich derart täuschen.“ Und die „Maßnahmen-Kritiker“ antworten auf die beliebte „Warum?-Frage“ meist ganz ehrlich: „Ich weiß es nicht. Aber ich ahne nichts gutes.“ Woraufhin die bis dahin abgelaufene Diskussion eigentlich hinfällig ist.

Ich erinnere nur ungern an die Tatsache, dass fast alle großen Nato-Kriege der letzten Jahre, die insgesamt mehrere Millionen Tote forderten, mit nachgewiesenen Lügen oder unbewiesenen Behauptungen begonnen wurden:

Soldat

Interessanterweise hat das „Watson Institute“ der Brown-University am 8. September dieses Jahres eine Studie veröffentlicht, in der eine Schätzung zu der Anzahl der durch US-Interventions-Kriege erzeugten Flüchtlinge gegeben wurde: „Creating Refugees: Displacement Caused by the United States’ Post-9/11 Wars

Klicke, um auf Displacement_Vine%20et%20al_Costs%20of%20War%202020%2009%2008.pdf zuzugreifen

Auf Seite 3 werden die zentralen Ergebnisse zusammengefasst. Ich möchte diese hier kurz übersetzt wiedergeben:

„Zentrale Ergebnisse

  • Die US-Kriege, die nach 9/11 begonnen wurden, haben mutwillig mindestens 37 Millionen Menschen in und von Afghanistan, Iraq, Pakistan, Yemen, Somalia, den Philippinen, Libyen und Syrien vertrieben. Diese Anzahl übersteigt die Flüchtlingszahl, die in jedem Krieg seit 1900, mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs, erzeugt wurde.

  • Weitere Millionen wurden bei anderen Konflikten, die nach 9/11 begonnen wurden, und in denen US-Truppen in kleineren Kampfeinsätzen beteiligt waren, aus Burkina Faso, Kamerun, Zentrale Afrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Mali, Niger, Saudi Arabien und Tunesien vertrieben.

  • 37 Million ist eine sehr konservative Schätzung. Die Gesamtzahl der Vertriebenen könnte sogar zwischen 48 und 59 Millionen liegen.

  • 25,4 Millionen konnte inzwischen zu einem sicheren Leben oder in ihre Heimat zurückkehren, wenngleich dies die traumatische Erfahrung der Flucht nicht aufhebt.

  • Die Aussagekraft hinter jeder Zahl ist nur begrenzt. Sie kann in keinem Fall den Schaden, der hinter jeder einzelnen Flüchtlingsbiographie steckt, darstellen. Die Menschen und ihre Fluchtgeschichte, die sich hinter den Zahlen verbergen, sind schwer zu sehen. Die Zahlen können die Gefühle des Verlusts der Heimat, des Besitzes, der Gemeinschaft und vieles mehr nicht darstellen. „Vertreibung“ richtet unvorstellbaren Schaden an Individuen, Familien, Dörfern, Städten, Regionen und ganzen Ländern in physischer, sozialer, emotionaler und ökonomischer Hinsicht an.“
    (Quelle, S. 3 – eigene Übersetzung)

Dies sind nur einzelne Beispiele. Jeder Krieg, egal welches Land diesen gegen wen auch immer führt, erzeugt großes Leid. Man könnte hier noch mehr anführen, doch ich belasse es dabei. Und dennoch können viele nicht glauben, dass einzelne oder mehrere Regierungen die eigene Bevölkerung, ja die ganze Weltgemeinschaft wissentlich belügen würden. Das ist meines Erachtens unter anderem das Ergebnis der „guten Arbeit“ der 27.000 PR-Berater des Pentagons und der manipulierten Darstellungen der Wikipedia.

Diejenigen, die sich mit diesen Dingen schon seit einiger Zeit auseinandersetzen, zu denen ich mich selbst zähle, ergreift tiefster Frust, wenn man sieht, wie stark das Vertrauen in die Regierungen und die Politik nach wie vor ist. Besonders stark muss der Frust bei Menschen sein, deren Existenz derzeit am seidenen Faden hängt, weil die Maßnahmen ihre Geschäftstüchtigkeit gefährden, obwohl sie deren Notwendigkeit in Frage stellen. In einigen Fällen ist dieser Frust vermutlich schon zur Verzweiflung ausgewachsen.

Sorgen

Wenn man die Schlagzeilen der letzten Tage wieder liest, dann zielen sie aus meiner Sicht alleinig darauf ab, Sorgen bei der Bevölkerung auszulösen. Selbst wenn es nicht ihr erklärtes Ziel sein sollte, entstehen trotzdem unweigerlich Sorgen bei den Menschen, die diese Medien unreflektiert konsumieren.

Mich persönlich beschäftigen auch Sorgen. Aber diese sind anderer Natur. Ich sehe in der Hörigkeit der Mehrheit eine besorgniserregende Parallele zu Zeiten, in denen man die Binde nicht im Gesicht sondern am Arm trug. Wer diesen Vergleich für übertrieben oder nicht angemessen hält, dem fehlt aus meiner Perspektive eine gewisse Klarsicht auf die Geschehnisse.

Wenn ich eine Maske trage, fühle ich mich wirklich elend und entwürdigt. Freunde haben mir daraufhin gesagt, ich würde übertreiben und das sei doch nicht so schlimm. Sie sprechen mir damit die Berechtigung auf meine eigenen Gefühle ab. Das finde ich ebenfalls besorgniserregend. Nur weil sie damit vielleicht kein Problem haben, muss es nicht automatisch heißen, dass es für jede andere Person ebenfalls so „unproblematisch“ ist.

Blicke ich in die vermummten Gesichter anderer Menschen, sehe ich in deren Augen oft diese unbestimmte glasige Leere. Die Augen sind starr und von einer latenten Angst erfüllt. Treffen sich dann unsere Augen für einen kurzen Moment, sehe ich, wie einige die Absurdität der aktuellen Situation mit einer stoischen Paralyse-Haltung zu überdecken suchen.

Menschen - Sillhouetten

Viele tragen zu meinem Erschrecken auch noch diese Einweg-Wegwerf-Masken, die man dann überall auf dem Boden liegen sieht. Damit sehen alle uniform aus. Eine einheitliche, unpersönliche Masse, deren Gesichtszüge hinter einer Schutzwand verschwinden. Kein Lächeln, kein Grinsen und noch weniger Kommunikation sind die Folgen. Einkaufsläden, Züge und Bahnen waren noch nie ein Ort der ausgelassen-heiteren Stimmung. Unter der Maske gefriert jedoch auch dem letzten Menschen das Lächeln. Sobald die Maske aufgesetzt ist, verlieren wir die wichtigste aller Emotionen: Die Freude.

Besonders schockiert mich jeden Tag der Anblick kleiner Kinder oder sehr alter Leute mit Maske. Wenn ich ihnen dann noch nicht einmal innerhalb eines eng besetzten Ladens sondern alleine auf dem Fahrrad oder auf offenerer Straße begegne, dann bin ich jedes Mal auf’s Neue fassungslos. Ich kämpfe jeden Tag, dass diese „Neue Absurdität“ für mich nicht zur propagierten „Neuen Normalität“ wird. Ich will und werde mich nicht daran gewöhnen. Dies ist kein Zustand, mit dem ich auf längere Sicht leben möchte.

Mandala

Wenn ich mit bestimmten Menschen spreche, scheinen sie jedoch vor allem von einer Sorge geplagt zu sein: dass die bösen rechten Verschwörungsmystiker, die die Maßnahmen in Frage stellen, gerne freiwillig entscheiden wollen, ob sie sich impfen lassen und für die vollwertige Wiederherstellung der Grundrechte demonstrieren, das Land übernehmen. Die Verklammerung von „Rechts“, „Impfgegnerschaft“, „Verschwörungstheorie“ und „Corona“ wurde derart in die Köpfe der Konsumenten der Leitmedien verankert, dass sogar links-liberale Geister einen der größten Kapitalisten unserer Zeit mit vollster Überzeugung verteidigen, – die Rede ist natürlich von Bill Gates – einer CDU-Kanzlerin huldigen und den Wortlaut des SPD-Bundespräsidenten Steinmeier eins zu eins übernehmen.

Damit lassen sich aus meiner beschränkten Wahrnehmung heraus gerade die vermeintlich links-durchgeistigte „Bildungsjugend“ als Wächter eines hochgradig korrupten und ultrakapitalistischen Systems machen, das uns an den Rande der Klimakatastrophe, wiederholt in Kriege, in die Rentenarmut und die tiefe Spaltung eines ganzen Landes geführt hat. Das ist für mich das sichtbare Ergebnis, wie unsere moderne „Bildung“ nicht darauf abzielt, uns zu selbst denkenden und entscheidungsfähigen Demokraten heranzubilden sondern zu einer hörigen Masse, die alle paar Jahre ihre Stimme freiwillig abgibt.

Hermann Hesse hat es in seinem Werk „Unterm Rad“ (1906) wieder einmal in aller Schonungslosigkeit sehr treffend formuliert:

„[Des Lehrers] Pflicht und sein ihm vom Staat überantworteter Beruf ist es, in dem jungen Knaben die rohen Kräfte und Begierden der Natur zu bändigen und auszurotten und an ihre Stelle stille, mäßige und staatlich anerkannte Ideale zu pflanzen. Wie mancher, der jetzt ein zufriedener Bürger und strebsamer Beamter ist, wäre ohne diese Bemühungen der Schule zu einem haltlos stürmenden Neuerer oder unfruchtbar sinnenden Träumer geworden!“
(Hesse: Unterm Rad. 1906, S. 47.)

Die Passage geht noch einige Zeilen so weiter und wird in seiner Deutlichkeit immer drastischer, aber ich belasse es hierbei. Diese Kritik, die eines meiner geistigen Vorbilder Hesse hier formuliert, gilt aus meiner Sicht für unsere heutigen Bildungsanstalten von der Grundschule bis zu den Universitäten nach wie vor. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, einzelne Lehrerinnen, Dozenten und Prof. Drs., die wirkliche Bildung vermitteln, dennoch sehe ich die eben formulierte Kritik als eine generelle Tendenz.

Angst

Ein Freund, den ich sehr schätze, hat in einer unserer letzten Diskussion tatsächlich das Wort „Angst“ verwendet, als wir über den Einfluss der „Reichsbürgerbewegung“ und einzelner offenkundig rechts-gesinnter Personen auf die große „Corona-Maßnahmen-Demonstration“ in Berlin gesprochen haben.

Ich persönlich beäuge diese Gruppierung, die als „Reichsbürger“ bezeichnet wird, ebenfalls kritisch, sehe ihren gesellschaftlichen Einfluss aber als sehr gering an. Aus meiner Sicht wird durch die Fokuslenkung einiger Medien der Eindruck erweckt, diese Gruppe sei in irgendeiner Form repräsentativ für die vielen Menschen, die die Corona-Maßnahmen kritisieren.

Mandala

Der sogenannte „Sturm auf den Reichstag“  – mal sehen ob dieser Link noch funktioniert, wenn du draufklickst – ist aus meiner Sicht eine bewusst inszenierte Aktion gewesen, die nun politisch und medial extrem ausgeschlachtet wird und lediglich dazu diente, die eigentliche Veranstaltung an der Siegessäule und die illegale Vorgehensweise der Berliner Polizei gegenüber dem aufgelösten Demonstrationszug zu überschatten.

Neben der Angst, die bei jedem links-politisierten Geist entsteht, wenn er oder sie diese Bilder gepaart mit der Aussage, dies seien alles Rechtsradikale, sieht, wird medial weiterhin die Angstspirale mit absoluten Corona-Infektionszahlen angetrieben. Meines Erachtens ist die Strategie offensichtlich: wir nähern uns dem Winter und somit der Erkältungssaison. Um das sogenannte „Sommerloch“ in den Sterbestatistiken zu übertünchen, wird einfach weiterhin von positiven Testergebnissen berichtet, bis – so makaber und sadistisch es klingen mag – endlich wieder die Wintersterblichkeit einsetzt und die Corona-Statistik ihre Toten wieder bekommt.

Gustav Le Bon liefert in seinem Werk „Psychologie der Massen“ (1895), das ich bereits einige Male erwähnt habe, ein historisches Beispiel zu dieser Vorgehensweise:

„Die Influenzapandemie, infolge deren vor einigen Jahren in Paris fünftausend Menschen innerhalb weniger Wochen starben, machte auf die Volksphantasie wenig Eindruck. Freilich ward diese Hekatombe nicht durch ein sichtbares Bild kenntlich, sondern nur durch die täglichen statistischen Berichte.

[…] Nicht die Tatsachen als solche sind es also, was die Volksphantasie erregt, sondern die Art und Weise, wie sie sich verteilen und darstellen. Sie müssen, sozusagen, durch ihre Verdichtung ein packendes Bild, welches die Seele erfüllt und ergreift, bewirken. Wer die Kunst, die Einbildungskraft der Massen zu erregen, kennt, der kennt auch die Kunst, sie zu regieren.“
(Le Bon, Psychologie der Massen, 2016, S. 67-68)

Wenn man dann die nachfolgende Passage hinzuzieht, dann erkannt man, dass gebetsmühlen-artige Berichterstattung schon vor dem deutschen Nationalsozialismus eine beliebtes Mittel war, um eine x-beliebige Überzeugung zu verbreiten:

„Man versteht den Einfluss der Wiederholung auf Massen wohl, wenn man sieht, welche Macht sie über die aufgeklärten Geister hat. Diese Macht kommt daher, weil das Wiederholte sich schließlich in den tiefen der Regionen des Unbewussten einlagert, wo die Motive unserer Handlungen ihr Spiel treiben. Nach einiger Zeit wissen wir nicht mehr, wer der Urheber der wiederholten Behauptung ist, und schließlich glauben wir daran.“
(Le Bon, Psychologie der Massen, 2016, S. 117)

Wer die Entwicklungen dieser Tage wirklich verstehen will, sollte sich aus meiner Sicht dieses Werk einmal zu Gemüte führen.

Wenn nun von den meines Erachtens sehr gleichförmig berichtenden Leitmedien jeden Tag die Gefährlichkeit der „Corona-Pandemie“ und zugleich der Erfolg des deutschen Maßnahmen-Kurses der Bundesregierung betont wird, dann glauben die Konsumenten daran. Und je größer der Einfluss der „Freien Medien“ wird, desto vehementer und intensiver wird in den „Leitmedien“ diffamiert, verunglimpft, abgewertet und die Angsttrommel gerührt.

„Angst“ ist eine Form von Stress. „Stress“ lähmt ab einer bestimmten Intensität unser Denk- und Handlungsvermögen. Außerdem beeinflusst sie unser Immunsystem sehr negativ. Wenn es den „Leitmedien“ und der Bundesregierung tatsächlich um die „Volksgesundheit“ gehen würde, dann würden sie statt Ängste zu nähren, öffentlich zu mehr Sport, Gang an die frische Luft, gesunder Ernährung und Verzicht auf Alkohol und Tabak aufrufen und sich nicht allein auf das Tragen einer Maske, eine allumfassende Desinfektion und dem „Social-Distancing“ („AHA-Regeln“) beschränken.

Mandala

Wäre es nicht nachhaltiger und effektiver, wenn man statt einer „Virenschleuder„, einer mobilen Pilzzuchtstation im GesichtSport zur Pflicht macht? Aber nein, das wäre ja ein ganz schön tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte – undenkbar! So eine Maskenpflicht ist da natürlich das geringere Übel.

Auch eine propagierte Ernährungsempfehlung wäre zu viel der Bevormundung, da ist ein Zerstören der Volkswirtschaft durch Hygieneauflagen, eine flächendeckende Bewegungsüberwachung durch verschiedene Apps und Datenerfassungen in Restaurants und Bars noch absolut vertretbar. Auch das Demonstrationsrecht kann man sukzessive beschneiden, ist ja auch anstrengend so eine Demo. Fast so anstrengend wie ausreichend Sport und eine bewusste Ernährung.

Dann verschmutzen wir lieber unsere Umwelt mit Einweg-Masken, züchten die nächsten Generation immunschwacher Kinder, indem wir alles desinfizieren und keinen Keimaustausch mehr zulassen, lassen uns vorrübergehend-dauerhaft überwachen und in hoffnungsvoller Erwartung vor einem heilsbringenden Präparat dahin schmachten.

Das ist gesund. Das ist gut.

Und es macht mir Angst.


von Marco Lo Voi

6 Antworten auf “Gedanken zu: Frust, Sorgen und Angst”

  1. Ich teile deine Gefühle in dieser Sache voll. Ich bin mir nur nicht so sicher, ob wirklich ein absichtlicher Plan dahinter steht. In meinem Beitrag „Gesicht zeigen“ habe ich mal versucht darzustellen, dass die Art, wie sich das Ganze entwickelt, auch viel banalere Ursachen haben kann. Da wirken vielleicht einfach bestimmte Interessen in unguter Weise zusammen, und die Entwicklung potenziert sich, so scheint es mir: Politiker wie Söder wittern ihre Profilierungschance als besonders toller „Corona-Bekämpfer“. Medien leben von Bildern, Skandalen und Inszenierungen. Und vor allem von Schwarz / Weiß-Denken (und einem vermeintlichen „Erziehungsauftrag“ gegen „rechts“ – und da aus irgendwelchen Gründen sich diese Reichsbürger von dem Thema angesprochen zu fühlen scheinen, ist das natürlich ein gefundenes Fressen). Wissenschaftler, Pharmaindustrie und Biotech-Unternehmen wiederum sehen ihre Chance, ihre Forschungsversuche zu gentechnisch hergestellten Medikamenten noch einmal deutlich weiter und mit Steuergeldern subventioniert vorantreiben zu können … . Und dann auch gleich am Menschen auszuprobieren können, ohne dass das jemand kritisiert (bisher war Gentechnik ja nicht ganz so angesehen in der Bevölkerung …).
    Tja, und viele Leute gingen ja auch schon lange vor SARS-CoV-2 nicht ohne Desinfektionsmittel oder zumindest antibakteriell wirkenden Feuchttüchern aus dem Haus. Angst vor „Keimen“ scheint für viele eine Urangst zu sein. So etwas lässt sich natürlich wunderbar instrumentalisieren von jedem, der ein Interesse daran hat. Und Ängsten kann man eben mit Argumenten nicht begegnen….

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    1. Hi,

      erstmal vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich stimmme dir eigentlich in allem zu. Allerdings liegen die Fakten und das, was daraus gemacht wird, so derart weit auseinander, dass ich hier nicht mehr nur an böswilliges Geschäftstreiben, was hier definitiv auch eine ganze große Rolle spielt, glaube. Wenn man sieht, wie bereits im vergangenen Winter mit dem sogenannten „Event 201“ (https://www.centerforhealthsecurity.org/event201/scenario.html) genau diese Vorgänge, die wir gerade erleben, in einem globalen Planspiel theoretisch durchexerziert wurden, wenn man das sogenannte „Strategiepapier“ des Innenministeriums sieht, das gezielt bestimmte Urängste, die du auch angesprochen hast, bei der Bevölkerung fördern möchte (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid-19.pdf;jsessionid=DC5A89DDC63BAD759321A7E44BD86041.2_cid287?__blob=publicationFile&v=4) und wenn ich, der ich ja nun kein Statistik-Experte bin, sehen kann, dass hier keine gefährliche Pandemie stattfindet, sondern ein globaler Alarmismus herbeigetestet wird und wenn man den Ausbau von Überwachungsstrukturen weltweit sieht, dann deutet das für mich schon auf einen gewissen Organisiertheitsgrad hin.

      Ich sage nicht, dass Bill Gates das allein zu verantworten hat, aber er und weitere Menschen mit verrückten Großmachtsphantasien a la Musk und Bezos werden alles dafür tun, um durch diese Pandemie ihre Stellung als Superreiche zu sichern und auszubauen. Und da kann man finde ich schon von einem Plan sprechen (https://t3n.de/news/bezos-groesster-profiteur-434-1283415/).

      Hier nochmal eine gute Zusammenfassung von Herrn Arvay:

      Und das hierfür Urängste der Bevölkerung und das Korruptionspotential von Politikern ausgenutzt wird, liegt auf der Hand.

      Aber im Prinzip sind wir einer Meinung. 🙂

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      1. Hi, danke für deine Antwort! Gerade dieses BMI-Papier scheint mir aber doch deutlich zu zeigen, dass man eben tatsächlich von völlig überhöhten Szenarien bzgl der Erkrankungsausbreitung und -gefährlichkeit ausgegangen ist. Und der letzte Absatz auf Seite 16 beschreibt schön, dass man der Ansicht war, der Großteil der Bürger*innen erwartete „harte Maßnahmen gegen den Virus“ und würde der Politik andernfalls Versagen vorwerfen (was mir auch nicht völlig von der Hand zu weisen scheint). Im Grundsatz finde ich es auch durchaus sinnvoll, dass die Politik Strategiepapiere erstellt, in denen verschiedene Szenarien durchgespielt werden. Man hat nur leider verpasst, das Szenario aufzunehmen, dass die Erkrankung sich nicht so entwickelt, wie von Drosten etc. prognostiziert. Das wiederum dürfte aus meiner Sicht weniger an einer politischen Absicht liegen, als daran, dass im BMI keine Experten für Viren und Epidemien arbeiten und man sich die entsprechenden Informationen vermutlich von Drosten und co, hat zuarbeiten lassen …. . Und wenn man dann eben erstmal auf das falsche Pferd gesetzt hat …, , kommt man davon als Politiker*in leider in unserer Welt auch nicht mehr so schnell los.
        Tja und Gates, ich weiß nicht. Die engagieren sich ja schon seit vielen Jahren für Impfungen in Afrika etc. Und auch, wenn ich persönlich es deutlich besser finden würde, sie würden das Geld ausgeben, um sich z.B. für den Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit einzusetzen, könnte ich mir trotzdem vorstellen, dass sie denken, sie täten etwas Gutes.
        Du merkst schon, ich bin ein Mensch, der davon ausgeht, dass die meisten Menschen im Grundsatz „gut“ sind und auch versuchen, so zu handeln, wie sie denken, dass es „gut“ wäre. Dass sie dabei nur oft schief liegen, weil sie ihre eigenen Maßstäbe ansetzen und verallgemeinern. Und weil sie in Strukturen eingebunden sind, die dazu führen, dass sich die Dinge dann plötzlich verselbständigen können und das Ergebnis dann eben nicht mehr besonders „gut“ ist. Schon gar nicht für alle. Aber natürlich gibt es in dieser Welt auch Leute, denen ihr eigener Vorteil wichtiger ist, als alles andere. LG

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    2. Alles, was du sagst, steht ja zunächst nicht in direktem Widerspruch zu einem „Plan“. Ich sage nicht, dass es einen „einzigen Masterplan“ gibt. Aber es gibt einzelne Personen, deren Einfluss um ein Vielfaches höher ist, als das anderer Beteiligter. Ein Söder hat aus meiner Sicht beispielsweise vergleichsweise wenig bis gar keinen Einfluss auf den globalen Prozess der Pandemiebekämpfung, während ein Bill Gates als zweitreichster Mensch und sehr großer Beteiligung in allen Industrien und Firmen, die im Zusammenhang mit „Impfungen“ und „Seuchenbekämpfung“ stehen, vergleichsweise sehr großen Einfluss hat. Sein Einfluss ist so groß, dass er mehrere Minuten in der Tagesschau „interviewt“ wird und seine Impfkampagne bewerben kann. Ein Söder nutzt natürlich die Maßnahmen-Politik als Wahlkampf-Argument, aber der Unterschied von mir zum Söder ist im Vergleich zwischen Söder und Gates zu vernachlässigen. Wer sich ein bisschen mit der internationalen Finanzwirtschaft auseinandergesetzt hat, der weißt, wie schnell ein Mensch mit unvorstellbarem Kapital einen guten Teilbereich der gesamten Weltwirtschaft durch Umschichtung seiner Beteiligungen ganz einfach manipulieren kann. Wer aus meiner Sicht etwas von Politik verstehen will, sollte sich erst mal mit dem globalen Finanz- und Geldsystem auseinandersetzen. Weil dort aus meiner Sicht die Ursachen für alle Vorgänge dieser Welt zu finden sind.

      Die Pandemie-Bekämpfung wird aus meiner Sicht gerade als Vorwand genutzt, um die Wirtschaft kontrolliert zu crashen und dabei noch dick zu verdienen, indem Aufträge an private Unternehmen für Staatsgelder vergeben werden, während die Mittel- und die Unterschicht auf lange Sicht in einen Wirtschaftscrash, der auch ohne eine Corona-Krise bald gekommen wäre, zu führen. Ob das Virus nun einfach „ausgenutzt“ wird oder bewusst „geplant“ war, ist dabei eigentlich unerheblich.

      Die globale Handlungs-Abstimmung wird dann auf Konferenzen wie dem Weltwirtschaftsforum (https://www.weforum.org/events/world-economic-forum-annual-meeting-2020) oder auch den Bilderberger-Treffen (oh oh, Verschwörungstheorie) besprochen.

      Du merkst, dass hier viele große Fäden zusammenlaufen. Aber in einem einzigen Kommentar diese Zusammenhänge schlüssig aufzuzeigen ist unmöglich. Aber die Tatsache, dass es superreiche Menschen gibt, die sicher nicht durch Nächstenliebe und Wohlfahrt so reich geworden sind, hat glaube ich nichts mit Verschwörungstheorie zu tun.

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